PR-ofession und OB-session vom Erfolgs-Blogger

Warum Bärbel Schäfer vielleicht heimlich trinkt

… war neulich in der Stadt – auf Buchvorstellung von Bärbel Schäfer und Monika Schuck. In der Bahnhofbuchhandlung haben die beiden ihr Buch vorgestellt. Ja, das ist die Bärbel Schäfer aus dem Fernsehen, die Talkbläherin ganz in blond. Blamage bis auf die Knochen, eine demaskierte Bärbel Schäfer, trostlos und traurig.

Erstaunlich, wie tief Mundwinkeln hängen können, wenn die Situation nicht passt. Bärbel Schäfer ist in so einer Situation. Bärbel hat offensichtlichst keine Lust, fühlt sich unwohl – oder hat einfach nur Durst. Bärbel Schäfers Gesicht spannt sich nur an, wenn sie das Mikrophon bekommt. Es ist, als gingen die Scheinwerfer an und sie strahlt. Profi eben. Nur dumm, dass sie – nicht wie im TV – auch dann im Blickfeld sitzt, wenn sie nicht spricht. Dann fällt die Maske.

Ihre Ko-Autorin Monika Schuck (oder war es umgekehrt?) macht es besser, sie ist Journalistin, hat angeblich fürs Fernsehen Beiträge und Reportagen gemacht. Kommunikatives Talent also? Sie versteht es, dieses zu verbergen… Denn sie liest auf Grundschulniveau mit dünner, ausdrucksloser Stimme und verhaspelt sich im 15-Sekunden-Takt. Das alleine ist schon übel genug, doch die immerwährenden Entschuldigungen machen ihre Vorträge unerträglich. Während Frau Schuck liest, hängen Bärbel Schäfers Mundwinkel bis zum kühlen Boden einer kühlen Buchhandlung.

Ach ja: Von den bereit gestellten rund 15 Stühlen sind maximal sieben besetzt, es herrscht eine gewisse Fluktuation. Und flaues Interesse – passend zum Auftritt der beiden Damen.

Und die Geschichten? Es scheint, als hätten die beiden sich auf die Welle der Betroffenheit gesetzt, die das Thema auslöst – Krebs. Die Geschichten haben griffige, teils ergreifende Inhalte. Doch erzählt sind sie laienhaft mit einer schlimmen Sprache. Da ist der Ex-Nationalfußballer Heiko Herrlich “als Trainer tätig” anstatt “eine Jugendmannschaft zu trainieren” und eine “Untersuchung wird durchgeführt” anstatt ein “Mensch untersucht” wird – um nur zwei augenfällige Beispiele zu nennen. Schönstes Beamtendeutsch mit reinrassigem Nominalstil treibt hier ihr Unwesen. Beamtenprosa von zwei Damen, die augenscheinlich nach Promi- und Betroffenheits-Reflexen haschen.

Das ist schade, denn aus dem Thema, hochklassiger – ach was: überhaupt mal klassig – aufbereitet, hätte ein lesenswertes, durch und durch menschelndes Buch werden können. So blamierten sich Bärbel Schäfer und ihre Partnerin vor mehr leeren als vollen Stühlen bis auf die Knochen. Gut, dass das Bahnhofsambiente wenigstens eine humoristische Note lieferte: Da wird ein blechern durchgesagter Gleiswechsel zur willkommenen Ablenkung, da sorgt ein stoisch über hallenden Boden gazogener Rollkoffer für Zwischentöne, die Bärbel Schäfers Laune dem absoluten Nullpunkt entgegentreiben. Dazu das metallische Pfeifen der Mikrophone (denn die Dame von der Buchhandlung war genauso überfordert) und die Idylle war kaum mehr zu übertreffen – und unfreiwillig komisch.

Und so ist Bärbel Schäfer zu wünschen, dass sie den traurigen Abend in Mainz standesgemäß ertränken konnte. Ob mit oder ohne die fleischgewordene Spaßbremse von Ko-Autorin, sei dahin gestellt.

7 Antworten auf “Warum Bärbel Schäfer vielleicht heimlich trinkt”


  • Super! Ich konnte mir so richtig vorstellen, wie es da abgelaufen ist. Gruß A.

  • Manchmal genügt es allerdings, wenn nur ein (Neu-)Blogger dabei ist, um die (negative) Aufmerksamkeit zu vervielfachen. Dann kann auch schon ein kleiner Auftritt der eigenen Reputation schaden.

    Herzlichen Glückwunsch zum gelungenen Blogstart!

  • Sorry, aber PR-Aktionen auf dem Bahnhof haben ihre eigene Romantik. Das wusste man doch vorher!

    Eine Bitte, die Schriftfarbe der Kommentare hier in meinem Fenster ist kaum lesbar. Klassisches Schwarz würde helfen ;-)

  • Hallo,

    Ich habe das Buch gekauft und gelesen. Es hat mich sehr berührt. ich finde es ekelhaft, wie du Bärbel Schäfer und Monika Schuck hier behandelts.

    Bärbel Schäfer ist für mich eine bewundenrswerte Frau, als Moderatorin und Autorin.

    Petra

  • Liebe Petra,

    ich respektiere Deine Meinung – auch wenn ich sie nicht im Ansatz teile. das ist ja das Schöne – man kann so herrlich geteilter Meinung sein. Zu Bärbel Schäfer scheint das bei uns Beiden so zu sein *;o

    Guido

  • Halt Deinen Rand,Du Dummer Junge!

  • hmmmmm, du scheinst ja ne menge eigener komplexe zu haben um so negativ über dritte zu schreiben!

    aber so lange du dich selbst toll findest, ist doch alles gut:)

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