PR-ofession und OB-session vom Erfolgs-Blogger

Tritt Ottfried Fischer in Milchstreik? Alle gegen Müller-Milch…

Da wird nicht lange um die heiße Milch geredet. Der Kuhsaft ist beinahe täglich in den Nachrichten – und immer mittendrin: Müller Milch. Jetzt gab es eine Demonstration im Landkreis Augsburg, auch der Kabarettist und Schauspieler Ottfried Fischer lief mit. Ziel der Proteste: Einen “Preis für die Milch durchsetzen, der gleichzeitig das Einkommen sichert und die Ausgaben deckt”. Wer aus berufenem Munde wissen will, was Milchbauern heute umtreibt, kann dies auf hier auf Fokus-Erfolg nachlesen, wo sich Milchbauer Andi zu Wort gemeldet hat.

Romuald Schaber, Vorsitzender des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter (BDM), drohte gar mit Streik, will heißen, dass die Molkereien wie Müller Milch keine Milch mehr von den Bauern bekämen. man erinnerte sich da an den Lokführerstreik, als eine kleine Gruppe Entschlossener große Wirkung erzielen konnte.

“Entweder dieser Preis wird bezahlt, oder es gibt kein Produkt – so läuft Marktwirtschaft”, sagte Schaber und erntete Applaus im Publikum. Nur Forderungen zu stellen, reiche nicht mehr aus. Mit einem Streik solle die Molkereiwirtschaft getroffen werden: Von ihr erhielten die Bauern schließlich ihr Geld. Die Verbraucher, die von einem Streik letztendlich betroffen seien, wären ein Druckmittel.

Hier auf Fokus-Erfolg.de wurde schon viel über Müller Milch debattiert, alle Beiträge gibt es hier nachzulesen.

Ob die Verbraucher wohl aus der Geschichte lernen? Als 1954 rund 4.000 Werftarbeiter ihre Milch wegen einer Preiserhöhung abbestellten, zitterten die Milchbarone. Was wäre nun, wenn Ottfried Fischer seine Milch abbestellt? Der Milchstreik ist übrigens kein deutsches Phänomen. Auch unsere Schweizer Nachbarn ringen um faire Preise.

4 Antworten auf “Tritt Ottfried Fischer in Milchstreik? Alle gegen Müller-Milch…”


  • Es ist doch ein Irrsinn, daß die Landwirte für ihre Agrarprodukte keinen angemessenen Preis bekommen. Es kostet halt einen bestimmten Betrag ein Schwein zu mästen oder halt Milchkühe zu halten.
    Woran wird denn dann gespart? Mit der Preispolitik wird Misswirtschaft (im Sinn von ungesunder Billigfütterung) Vorschub geleistet.
    Die neo liberalen Verfechter des Marktes sollten sich ein anderes Betätigungsfeld suchen.
    Es ist doch ein Skandal, daß Rechtanwälte, Steuerberater etc. Mindestgebühren haben, die sie bekommen, aber der Bauer dem Markt total ausgeliefert ist.

  • Die Wirtschaft macht den Preis und nicht die Politik ! Wir stehen im internationalen Wettbewerb mit Ländern wie Rumänien Bulgarien Tschechien usw. EU-Osterweiterung bedeutet nun mal nicht das jetzt alle in Deutschland einkaufen sondern auch das wir mehr und mehr im Ausland unser geld ausgeben bzw. Waren produzieren lassen.
    Sollen die Bauern von mir aus 1,00€ für nen Liter Milch bekommen… dann werden bald die Kühe in Polen ne Menge Arbeit haben. Transport ist billig, Produktionskosten im Ausland oft wesentlich niedriger…. bei gleicher Qualität. Die Arbeit wandert ab – ist doch logisch bei unseren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

    Nicht zu vergessen: Deutschland zahlt noch immmer Millionen Entwicklungshilfe an China !!!

  • Ich finde,es liegt nicht nur an den Produktionskosten für Milch und andere von den Bauern produzierten Lebensmitteln.Als erstes wieso wird der Akrardiesel in Deutschland besteuert? In unseren Nachbarländern gibts das nicht!Der Staat sollte eine höhere Steuer auf sogenannte Luxusartikel verlangen und damit die Grundnahrungsmittel subventionieren!Damit wäre den Bauern und den Menschen die täglich ihr Geld für teuere Lebensmittel ausgeben müßen ,geholfen.Die Steuern machen uns kaputt.Und das eingenommene geld fließt ,wie so oft in sogenannte Entwicklungsländer!

  • > Und das eingenommene geld fließt ,wie so oft in sogenannte Entwicklungsländer!

    DAS halte ich für wesentlich zu kurz gegriffen.
    Wer sich für die staatliche Miswirtschafts interessiert sollte den Bericht des Rechnungshofes lesen.
    Die dt. Entwicklunghilfe ist oftmals nur eine kleine Wiedergutmachung für das, was den Ländern via Wirtschaftspolitik (siehe Exportsubventionen) angetan wird!

    Allgemein wird das verordnete Verbilligen von Lebensmitteln dazu führen, dass die verbraucher genau das bekommen, was sie NICHT wollen: Massentierhaltung und Lebensmittelimporte mit niedrigen Qualitätsstandards. Zudem geht eine Agrarstruktur verloren, die den ländlichen Raum und seine Kultur erhält.

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