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SPD eröffnet Kommunalwahlkampf in Mainz: Toller Slogan, toller Rohrkrepierer

Seit diesem Wochenende stehen in Mainz Plakatständer mit einem roten Herzen und der Aufschrift “Ich mag mein Mainz!” Sympathisch, nicht? Ich war sofort neugierig und musste sehr lachen, als ich sah, dass Schmierer die Plakate um kommunalpolitisch höchst umstrittene Projekte ergänzt hatten: “… ohne KKW” stand da, gemeint ist der geplante Bau eines Kohlekraftwerks in Mainz, den die SPD befürwortet, die CDU dagegen ablehnt (verrückte Welt, nicht wahr?). Es war nicht schwer, heraus zu finden, wer hinter der Kampagne steckt. Die Google-Recherche führt über eine kleine Google-Anzeige (AdWords) zur Domain “www.ich-mag-mein-mainz.de“, auf der das Herz zu sehen ist. Dafür kein Impressum (Montag, 25.8., 16.53 Uhr), wenn das mal keinen Ärger gibt. Also ab zur Denic, der zentralen Domänenvergabestelle für Deutschland. Thomas Lindner besitzt die Domäne und wohnt in der Klarastr. 15a. Und dort, das ergibt die nächste kinderleichte Recherche, sitzt die SPD in Mainz. Recherchedauer insgesamt: zwei Minuten.

Ärgerlich für die Genossen, dass ihr sympathischer Slogan so verhunzt wurde und nun gar eine CDU-Forderung trägt. Welch ein Rohrkrepierer. Ich rief Herrn Lindner an, der wollte dazu “gar nichts” sagen, sondern verwies auf den Wahlkampfleiter Kai Hofmann. Aha, Wahlkampf also. Lindner kam dann wohl sein eigener Satz ulkig vor, so dass er noch rechtfertigend nachschob: Er habe keinen Maulkorb bekommen, sondern sei im Urlaub gewesen, als das beschlossen wurde. Wie gesagt: Der Slogan ist toll.

Kai Hofmann erzählte mir dann, dass der Slogan den Kommunalwahlkampf in Mainz einläute. Und dann die Enttäuschung: Es war keine Absicht, nur den Slogan mit den schönen Herzen zu plakatieren und damit neugierig zu machen. Es sei ein technischer Fehler gewesen, eigentlich habe darauf noch ein Veranstaltungshinweis gehört, dies werde man nachholen. Nein nein, die Ergänzungen könnten seiner Ansicht nichts damit zu tun haben, dass da Menschen herausbekommen hätten, wer hinter der Ich-mag-Mainz.de-Kampagne steht…

Service-Paradies Mercedes: Chapeau und auf Wiedersehen!

Allzuoft lässt sich allzu laut über die Servicewüste schimpfen. Umso schöner, wenn unverhofft eine Blüte blüht. Und das war so: Weit weg von Zuhause ging an einem Sonntag mein Auto kaputt. Der Wagen fahr noch ein bisschen und die (kostenlose) telefonische Mercedes-Hotline lotste uns zur nächstgelegenen Niederlassung, wo auch bald ein Kfz-Meister ankam. Nochmal: Es war Sonntag. Kaum den Motor angelassen, diagnostizierte er “Turboladerschlauch gerissen”, was sich auch als richtig heraus stellte. Das Teil war leider nicht vorrätig, dafür gab es ein Ersatzfahrzeug von Mercedes. Kostenlos.

Die Werkstatt in der Ferne berechnete die Reparatur, für meinen Geschmack jedoch mit deutlich zu vielen Diagnose-Posten. Ein Schreiben, ein Telefonat und die Rechnung fiel Dank Gutschrift deutlich. Dann kam die Urlaubszeit und mit ihr die Mahnung – aus Mainz, denn die Mercedes-Niederlassungen vor Ort übernehmen schlauerweise das Inkasso für die Kollegen in der Ferne. Und dann die zweite Mahnung mit der Androhung gerichtlicher Maßnahmen. Ein Automatismus hatte diese ausgelöst, der vom ursprünglichen Fälligkeitsdatum ausgegangen war, nicht aber vom Datum der Gutschrift – denn während der Diskussion waren Wochen verstrichen.

Der Betrag war zwischenzeitlich bezahlt und ich schrieb meiner Mercedes-Niederlassung, wie befremdlich ich das gefunden habe. Deswegen rief mich eben der Service-Leiter an und bedankte sich für die Rückmeldung, man werde versuchen, solche Fälle zukünftig abzufangen und er ziehe vor, über die Dinge zu reden als mit einem Bauchgrummeln zurück zu bleiben. Chapeau und auf Wiedersehen – garantiert!

Studentische Unterstützung für PR gesucht

Ich suche ab sofort Unterstützung. Wie mein Arbeitsstil auch passt
meine Erwartung möglicherweise nicht ganz in gängige Konventionen,
deswegen hier ein wenig prosaisch umschrieben: ‘Studentische Unterstützung für PR gesucht’ weiterlesen …

Hippiejajahippijippieyeah (10 Open Ohr-Erkenntnisse 08)

openohr 2008 - drususstein beim blockbuster Open Ohr in Mainz: Außer Regen wie immer. Lustige (vor allem junge) Menschen, Freunde als Juroren des Rockbusters, legendärer Newcomerwettbewerb. Auf der Mainzer Zitadelle treffen sich Tausende, ziehen lustige Kleider an (und aus), tanzen, hören Musik, diskutieren. So basisdemokratisch wie das Open Ohr, organisiert von einer freien Projektgruppe und unterstützt von Stadt und einigen Sponsoren, ist sonst kaum etwas in dieser Stadt – und weit darüber hinaus. Ich habe gelesen, dass man sein Blog mit Top 10-Listen berühmt machen kann. Hier nun meine Top 10-Liste der Open-Ohr-Lernkurve 2008:

  • Den Rockbuster Vorentscheid Mainz gewonnen hat Ingredients vor Park Avenue. Der Rest vom Fest wird nicht verraten. Nur soviel: So gut wie dieses Jahr war der Endausscheid noch nie. Noch dabei: Cordless, Pasta für Pavel und Stage Affair.
  • Nicht alle, die Porno-Brillen tragen, taugen auch zum Porno-Darsteller. Wäre auch bedenklich, denn viele tragen die Burt-Reynolds-Gedächtnis-Verglasungen.
  • Es gibt gar nicht so viele dicke Kinder, wie man gemeinhin glauben mag. Kann aber auch sein, dass die Gameboy/PSP/Wii/whatsoever-Generation den Weg nicht gefunden hat.
  • Wenn dick, dann richtig dick.
  • Bärte sind modern. zu Burt Reynolds tritt Chuck Norris (Kinder tragen Supermanschlafanzüge. Superman trägt Chucknorrisschlafanzüge).
  • Unter freiem Himmel wird noch immer geraucht. Vereinzelt auch Filterzigaretten.
  • Die Hippies (oder die so ähnlichen) sehen lustiger aus, wenn sie bis zum perforierten Ohrläppchen eingeschlammt sind. Warum es dieses Pfingsten auf dem Open Ohr nicht geregnet hart, versteht niemand. Klimakatastrophe.
  • Die Toilette unter dem Festivalbüro neben der Kantine ist ein sauberer und wenig frequentierter Geheimtipp.
  • Seit ich weiß, was Trilby-Hüte sind, sehe ich ständig welche. Bei stechender Sonne besonders beliebt: Das Modell Erntehelfer.
  • Je weniger Haar junge Menschen auf dem Körper haben (diese Beobachtung ist unisex), desto mehr haben sie auf dem Kopf.
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Moderation: Open Ohr-Podium zum Einzelhandel in Mainz

Open Ohr Festival 2008An Pfingsten gibt es in Mainz das 34. (!) Open Ohr-Festival. Motto: “Geld Gut Güter – von Konsum und anderen Notwendigkeiten”. Die Podiumsdiskussion zum Thema “3…2…1…Mainz “ am 12. Mai um 12.30 Uhr im großen Zelt wird von Guido Augustin moderiert. ‘Moderation: Open Ohr-Podium zum Einzelhandel in Mainz’ weiterlesen …

“BREZELBÄKEREI GEPPERT” entdeckt virales Marketing

BREZELBÄKEREI GEPPERTIch hatte vor geraumer Zeit über die mainzerische Variante von Geha gegen Pelikan, adidas gegen Puma, Evangelen gehen Katholiken berichtet: Der Brezel-Wettstreit in Mainz und um Mainz herum: Die “BREZELBÄKEREI” Geppert gegen Ditsch. Kann man hier nachlesen. Kurz zusammengefasst: Wer als Mainzer auf sich hält, kauft bei Ditsch, ernährt wird Geppert, der im (hessischen) Mainz-Kastel residiert, von unwissenden Touristen. ‘“BREZELBÄKEREI GEPPERT” entdeckt virales Marketing’ weiterlesen …

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"BREZELBÄKEREI GEPPERT" entdeckt virales Marketing

BREZELBÄKEREI GEPPERTIch hatte vor geraumer Zeit über die mainzerische Variante von Geha gegen Pelikan, adidas gegen Puma, Evangelen gehen Katholiken berichtet: Der Brezel-Wettstreit in Mainz und um Mainz herum: Die “BREZELBÄKEREI” Geppert gegen Ditsch. Kann man hier nachlesen. Kurz zusammengefasst: Wer als Mainzer auf sich hält, kauft bei Ditsch, ernährt wird Geppert, der im (hessischen) Mainz-Kastel residiert, von unwissenden Touristen. ‘"BREZELBÄKEREI GEPPERT" entdeckt virales Marketing’ weiterlesen …

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Eine Frage der Brezel – Reloaded

BrezelIm goldenen Mainz lacht man und singt man und isst man Brezeln. Aber nur von dem einen Brezelbäcker. Bei dem anderen zu kaufen, grenzt an Landesverrat. Der hat sich jetzt gemeldet. ‘Eine Frage der Brezel – Reloaded’ weiterlesen …

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