In Frankreich regiert mit Sarkozy ein dunkelbebrillter Sonnenkönig auf dem Standniveau zweier Bierkisten. In Italien stehen nach Berlusconis Retourkutsche an die Macht wieder mannigfaltige Gesetzesänderungen zum Schutz des ewig jungen Moguls an. Was haben wir Deutsche dem entgegenzusetzen? Wie lässt sich politischer Minimalismus mit maximalnarzistischer Panzrigkeit auch im Kanzleramt installieren? Vielleicht Westerwelle? Wowereit? Der eigentlich eigentlichste wäre ja Lux Eternis Lafontaine. Doch das wäre selbst für eine abgehalfterte Staatsform wie die Demokratie zu viel.
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ich bitte Sie im Namen unserer Zukunft: Bleiben Sie standhaft. Stemmen Sie sich gegen die Begehrlichkeiten Ihrer Kabinettskollegen, deren Etatvorstellungen Ihr Budget sprengen würden. Denn Ihr Budget, lieber Peer Steinbrück, ist unser Budget. Ihr Erfolg ist unser Erfolg. Es ist unser Geld, das Sie ausgeben. Und schlimmer noch: Die Löcher, die Sie heute reißen (müssen), haben wir als jüngere Generation zu stopfen und unsere Kinder und deren Kinder. Bitte tun Sie uns das nicht an. ‘Kugelkopf: Lieber Peer Steinbrück, …’ weiterlesen …
Die wunderbare Sudelbuchlerin Heike Rost (kenn ich doch..?) berichtet aktuell vom Fall eines T-Shirt-Designers, der ein großes Printmagazin im Focus des Schwachsinns vor den Kadi zerrte, weil sein T-Shirt in einem Menschen auf dem Titel war. Mit welchem Erfolg lässt sich im Sudelbuch nachlesen.
Ich folge gerne dem Alternativ-Vorschlag und wundere mich, dass hier nicht mit ein wenig mehr Leichtigkeit und Eleganz zu Werke gegangen wurde. Wie schön hätte sich kommunizieren lassen, wenn das Beiwerk (T-Shirt) zum Hauptwerk (immer noch: T-Shirt) und das Hauptwerk (Magazin) zum Beiwerk (Sie wissen schon) gemacht worden wäre. Den Erfolg, mit einer eigenen Kreation auf der Titelseite zu landen, hätte ich viel lieber kommunikativ in der PR als juristisch ausgenutzt. Aber ich rechne ja auch nicht nach Gebührenordnung mit Pauschale für Schreibauslagen ab.
am 100. Geburtstag des großen Herbert von Karajan hatte ich die Gnade, zu erleben, wie sie, Herbert Blomstedt, die Berliner Philharmoniker auf eine einsame Spitze dirigierten. Sie gaben Bruckners 5. und schenkten ihrem Publikum Glück und Erfolg. Ich saß auf einem der Podiumsplätze – also dort, wo ansonsten der Chor steht. Ich blickte dem Pauker in den Nacken und ihnen, Herr Blomstedt, mitten ins Gesicht.
Welch Freude, ihre Freude zu sehen. Sie haben mir bei der Bruckner-Rezeption einen weiteren Sinn, den des Auges, geschenkt. Ihre Mimik war einfach, aber strahlend ehrlich. Wenn die Tutti-Passagen zu orchestralen Explosionen anschwollen, richteten sie sich auf, vergrößerten ihre ohnehin große Spannweite. Dann standen sie im Orkan ihrer Musikerinnen und Musiker, waren ganz Musik, Glück gewordener Klang.
So steht ein barfüßiges Kind im warmen Sommerregen.
Herzlichst, Ihr Erfolgs-Blogger
Alle Einspielungen von Herbert Blomstedt (Amazon.de)
Wer auf Erfolg fokussiert, sollte wissen, was mit Erfolg gemeint ist. Eine sehr treffende Definition liefert Prof. Hardy Wagner von der Stiftung STUFEN zum Erfolg:
Erfolg ist die persönliche Zufriedenheit aus Art und Grad der Zielerreichung.
Da steckt viel drin in Sachen Erfolg: Das Ziel, das erreicht wird; die Einheit, in der Erfolg gemessen wird und die Menge Erfolg. Und das ganze auch noch auf das Individuum zugeschnitten.
Das hier lese ich jetzt und werde berichten:
Wer bei Google nach “Erfolg” sucht, findet aktuell (Freitag, 7.3., 8:55) dieses Blog Fokus-Erfolg.de auf Platz 18. Das alleine finde ich schon sensationell. Noch toller: Platz 20. Da hat Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble zugeschlagen und Google vermerkt einen “Erfolg für Schäuble” auf der
unbedeutenden Seite www.cdu.de. Erfolgsblogger schlägt Schäuble – wenn das keine Schlagzeile ist…