Als ich gestern die Headline sah, dass Sie in der SPD bleiben dürfen, fragte ich mich, ob Sie denn in der SPD bleiben wollen. Das schreibt sich jetzt schlau, da die Meldung Ihres Austritts raus ist – aber das dachte ich tatsächlich. Ich bin nicht parteipolitisch engagiert und stelle fest, dass ich auch ideologisch immer weniger gebunden bin. Mit Ausnahme der Flachflieger am linken und rechten Rand kann ich bei allen Parteien Gemeinsamkeiten finden. Sie haben wohl nicht mehr Gemeinsamkeiten mit der SPD sehen können. Dabei hat doch gerade die jüngere Vergangenheit gezeigt, welch breites Spektrum sich bei den Sozialdemokraten versammelt. Ich bin gespannt, was Sie als nächstes tun werden, ob Sie Berater oder Lobbyist werden oder vielleicht doch eher Kommentator und Kleingärtner. Ich finde es unmöglich, wie die SPD mit Ihnen umgegangen ist und wie wenig diese sturmerprobte Partei in der Lage zu sein scheint, abweichende Meinungen neurotischer Mitglieder integrieren und aushalten zu können. Das erschreckt mich. Ich finde es aber auch erschreckend, mit welcher Ignoranz Sie in aller Öffentlichkeit auf Ihrer Partei herumtrampeln. Nicht, dass man nicht anderer Meinung zu Frau Ypsilanti sein konnte als sie selbst. Doch die Art und vor allem öffentliche Art, die Sie immer wieder wählen, um abweichende Meinungen vorzutragen, schadet der Partei ungleich mehr als sie Ihnen nützen könnte. Das war und ist verantwortungslos. Wenn die SPD nicht mehr Ihre politische Heimat sein kann, hätten Sie das schon vor Wochen oder Monaten merken können. Sie haben dafür mehr als eine Rüge verdient. Gehen Sie, aber bitte still und leise.





Wussten Sie, werter Herr Augustin, dass die SPD die einzige Partei ist,
die im Liegen hinfallen kann?
Dessen unbenommen: Schön neu haben Sie’s hier.
Herzlich
Ihr Erdge Schoss
Aber gestern in den Nachrichten habe sie gesagt, das Herr Clements freiwillig, nach der Rüge die er bekommen hat geht. Seine Parteifreunde sind darüber nicht begeistert, dass er jetzt das Handtuch wirft, und sind sehr enttäuscht von ihm. Er hätte in der SPD bleiben dürfen. Doch Herr Clement hat sich gegen seine Partei entschieden. Was soll man den davon, als Wähler, jetzt halten?
Es wird mittlerweile vieles einfach Tod geschwiegen in Deutschland, und anderes was die Bildzeitung gerade interessiert aufgebauscht. Das jemand wie Hr. Clement der sieht welchen Irrweg seine ehemaligen Freunde und Kameraden bestreiten laut aufschreit finde ich eigentlich ganz gut. Sonst dürfte er es in einer Besprechung unter 10 Leuten erzählen und die ganze Partei würde weiterhin stur der Leitung folgen weil die sich ja einig sind… Sind ja die ganz schlauen die müssen es ja wissen…