irgendwann entw�chst der Nachwuchs dem eigenen Nest. Dann kommt die n�chste Phase. Sie hat gerade begonnen – gut so. Denn nach 18 Jahren wird man vollj�hrig. Nach 18 Jahren bei Mainz 05, davon gut sieben Jahre als Trainer, wei�t Du ja wohl, wie es geht. Mainz 05 ist nicht aufgestiegen und Du verl�sst wie angek�ndigt Deinen Trainerposten, den Du ausgerechnet an Rosenmontag �bernommen hast. Die unglaublichsten Geschichten dieses unglaublichen Vereins sind f�r immer mit Deinem Namen verbunden.
Du wirst auch au�erhalb des Biotops Mainz 05 Erfolg haben – und ich freue mich darauf, Dein Wachstum weiter beobachten zu d�rfen. Darauf, wie Du lernen wirst, mit scharfer Presse umzugehen, die Du aus Mainz nicht kanntest. Darauf, wie Du mit gro�en Gesten und in kleinen Runden �berzeugen wirst, wo immer es Dich und Ulla hin verschl�gt. Danke f�r eine gro�e Zeit in Mainz, doch jetzt musst Du weiter ziehen.
Ich (wer sonst?) darf aus Deiner Kloppolumne vom Januar 2007 zitieren – denn so wird es wieder sein:
Denn wir wollen den Erfolg, wir wollen jeden Ball, wir wollen jeden Punkt, wir wollen die 1. Liga – mit den geilsten Fans f�r den besten Verein in der sch�nsten Stadt. Daf�r atmen wir.
Danke, J�rgen. Alles Gute.





Es war wieder einmal großes Kino am Bruchweg. Ganz großes Kino. Die Nachricht, dass Mainz 05 den Aufstieg – wieder einmal – nur knapp verpasst hat, verblasst gegen den Abschied eines großen Mainzers. Danke, Jürgen!
Der Rahmen hätte würdiger nicht sein können. Auch die Fans des FC St. Pauli ließen es sich nicht nehmen, unserem Trainer ihren Respekt zu zollen. Gänsehaut-Atmosphäre pur!
Nun verlässt Jürgen Klopp das Mainzer Biotop. Ein Vorstand, der immer bedingungslos zu seinem Trainer hält – selbst bei sieben Niederlagen am Stück. Fans, die sich nach einer gefühlten Niederlage stolz zu ihrem Team bekennen, das Stadion in rot einfärben und wie aus einer Kehle “You’ll never walk alone” erklingen lassen. Eine vergleichsweise zahme Medienlandschaft – weil sie auch kein Futter erhält, selbst wenn ein Spieler öffentlich murrt.
Wir werden Dich vermissen, Jürgen. Und ich glaube, Du uns auch – wo immer Dich Dein Weg hinführt.