Gute Arbeit kostet gutes Geld. Das würden wir alle unterschreiben. Außer es geht um kostenpflichtige Telefonauskunftsdienste, neudeutsch Hotlines.Einschränkung 1: Hier geht es mir nicht um einschlägige Abzockdienste.
Einschränkung 2: Hier geht es mir nicht um inkompetente Hotline-Moloche, wie sie angeblich ehemalige Staatskonzerne zur Volksbelustigung betreiben.
Hier geht es um Service-Nummern, über die man kompetente Mitarbeiter in angemessener Zeit erreicht, die bei den meisten der Probleme zuverlässig und einigermaßen schnell helfen können. Und ich behaupte hier: Das sind die meisten. Alles andere verweise in den Bereich der “quasistatistischen Wahrnehmung”.
Warum also darf eine kompetente Antwort nichts kosten? Warum sind so vielen Menschen 50 Cent (wenn überhaupt) für eine kompetente Auskunft zu viel Geld, gleichzeitig würden sie aber 15 Kilometer in einen Laden fahren, sich dort 30 Minuten anstellen, eine Antwort bekommen und wieder nach Hause fahren. Oder sich tagelang mit einem ungelösten Problem ärgern. Oder eine Mailingliste belästigen.
So heute geschehen, was den äußeren Anlass zu dieser Geschichte gab. Da klagte ein Mensch, dass er bei eBay keine Bilder hochladen könne. Fehlerbeschreibung Fehlanzeige. Auf die kostenpflichtige eBay-Hotline hingewiesen, polterte er, er wolle ja wohl kein Geld verbrennen. Es wurde ein einer-gegen-viele-Spiel. Die einen schimpften, er solle gefälligst die Mailingliste nicht mit individuelle Hotline-Anfragen belästigen sondern dort anrufen, andere mutmaßten gar, bei der unpräzisen Schilderung können ihm eigentlich niemand (mehr) helfen.
Ich meine als regelmäßiger eBay-User: Der Fehler liegt zu 99,9% NICHT bei eBay. Wenn der arme Tropf anstatt
mehrere immer säuerlich werdende Mails zu schreiben in der gleichen Zeit in einem beliebigen Supermarkt Regaldienst macht, kann er sich ein sehr langes Telefonat mit dem eBay-Support leisten. Ergänzt um die Hoffnung, dass sein Stundensatz über dem eines Regaldienstlers liegt, wird das alles nur noch suspekter.





Hallo Herr Augustin,
da kann ich Ihnen grundsätzlich nur beipflichten.
Allerdings: Als Unternehmen/Marke kann ich dann punkten, wenn ich guten/besten Service biete. Und da sollte ich mir schon überlegen, ob ich mir diesen honorieren lasse oder das Ganze lieber zur Kundenbindung und als Empfehlungsmarketing einsetzte.
Für mich z.B. ein Argument für Medion-Produkte. Die haben nach meiner Erfahrung einen super Service.
Übrigens: haben Sie schon mal Amazon versucht anzurufen, weil etwas nicht im Raster lief. Aber das ist einer ander Geschichte…
Viele Grüße
Jörg Mann
Der Coach für Unternehmer