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E-Mail-Adresse verrät Zahlungsmoral

Sage mir Deine E-Mail-Adresse und ich sage Dir wie Du zahlst. Bist Du Hotmail? Ganz schlecht. Bist Du T-Online? Das geht. Nachdem Jochen Mai über Persönlichkeitsprofile hinter E-Mail-Adressen gebloggt hatte, beglückt uns nun das Inkasso-Unternehmen Mediafinanz mit der völlig überraschenden Erkenntnis, dass Besteller mit Freemail-Adressen in Webshops öfter die Zeche prellen als andere. Die “schlimmsten” Mail-Provider sind demnach Hotmail (1.), Alice-DSL (2.) und MSN.com (3.). Die erfolgversprechendsten Inkasso-Fälle enden mit onlinehome.de (1&1), online.de (1&1) und t-online.de. Interessant: gmx.com liegt auf dem gefährlichen 7. Platz, gmx.de dagegen auf dem recht zuverlässigen 16. Platz.

Der GF rudert in der “totally-PR-driven”-Mitteilung erst vor und dann zurück. Dem “Händler passt bloß auf” folgt das “nicht nur auf E-Mail-Adressen achten”. Warum nur? Bietet Mediafinanz etwa Auskünfte über die Bonität von Kunden an? Bestimmt nicht…
Zur Meldung

Schön, so reich zu sein: Der eBay-Milliardär

Die lustige Handelsplattform eBay gibt sich ja einerseits alle Mühe, den Handel zu erschweren: Chaotische Bewertungssysteme, enorme Provisionen, die schon viele Profis vertrieben haben, Sicherheitschecks am Rande des Nervenzusammenbruchs, Support gleich unter Mittelerde und geradezu panische Furcht vor Plagiaten edler Marken prägen den Alltag der letzten Aufrechten. Andererseits passt eBay auch gut auf seine besten Kunden auf. Der neue Bereich “Topkunde plus” (welch Kopfgeburt der Name) beispielsweise, eine Art Vielflieger-Lounge mit verbilligter Supportnummer und anderem Mehrwertkram. Doch das beste geschah heute, als ich per Copy&Paste eine Auktionsnummer in das Bieten-Feld warf – versehentlich selbstredend. Da hinderte mich “mein” eBay doch tatsächlich daran, einen milliardenschweren Fehler zu begehen.

Google Chrome: Nein danke, (noch) nicht

Senso von MB - daher hat Google also das Chrome-LogoDie Webwelt ist nicht mehr, was sie war, seit Google für viele überraschend einen eigenen Browser veröffentlichte: Chrome. Ein von nicht-Apfel-Produkten ungekannter Hype brach aus, Begeisterung allenthalben. Ich habe Chrome gestern ausprobiert. Mein Fazit: Eine gute Beta, doch für meine Praxis nicht tauglich.

Die Installation lief glatt. Anscheinend – abgesehen von der Irritation, dass das Einstellungsfenster etwa eine Minute eingefroren war und ich schon fürchtete, etwas kaputt gemacht zu haben. Chrome importierte brav aus Firefox, Lesezeichen, Einstellungen, Passwörter. Sagte ich Passwörter? Chrome behauptete das – doch Fehlanzeige. Kein Passwort wurde übergeben. Das lag offensichtlich daran, dass ich im Forefox meine gespeicherten Passwörter mit einem Master-Passwort gesichert habe. Eine überaus sinnvolle Einrichtung, wie ich finde. Hätte mich doch Chrome danach fragen könne, finde ich. Hat es aber nicht und stattdessen meine Passwörter eben nicht importiert.

Wer seit vielen Jahren mit Windows arbeitet, ist ja findig in Sachen Workarounds. Also habe ich das Master-Passwort abgeschaltet und erneut importiere lassen. Klappte einwandfrei.

Kurzer Rückblick: Wenn ich im Firefox beispielsweise zu eBay (mehrere Accounts gespeichert) oder auf eine Online-Banking-Seite surfe, werden Username und Passwort nicht angezeigt. Durch einen Doppelklick auf das Eingabefeld sehe ich in einem Dropdown die gespeicherten Usernamen.

Und jetzt Chrome: Ich sehe nichts.

Mit anderen Worten: Wenn ich wissen will, wie sich mein Aktiendepot entwickelt hat, muss ich mir wenigstens die ersten Ziffern meiner User-ID merken, damit Chrome dann vervollständigt. Wenn ich mich bei eBay anmelden möchte, muss ich den ersten Buchstaben meines Usernamens eingeben. Ich habe gefühlte 150 passwortgeschützte Accounts gespeichert, von Banken über Online-Services bis zu Social Networks. Das kann und will ich mir nicht merken.

Ich freue mich auf die Final Release von Chrome. Dann bitte auch mit ordentlicher Bookmarkverwaltung, Master-Passwort, Javascript-Abschaltung und vielen netten Plugins.

Google Analytics verschlampt Daten

In meiner Wahrnehmung ist Google derzeit nicht ganz auf der Höhe. Nach dem aktuellen Spam-Bug bei Googlemail meldet jetzt Anaytics, dass Daten verschlampt worden seien. Man habe vieles wiederherstellen können, aber nicht alles. Die Meldung:

Google Analytics experienced a data processing delay from April 30th to May 5th that unfortunately also resulted in a small percentage of lost data. Almost all of the data has been recovered and is currently being reprocessed. The recovered data will be reflected in your reports by 05/15th. Please note that a small percentage of data, particularly in the area of e-commerce tracking, was not recoverable from those dates.

Spam in Googlemail schwillt an

Ich bin ja selber schuld. Was blogge ich auch über Googlemail und Spam von, mit und an Google vorbei. Der Erfolg: Zwischen 23 Uhr 30 gestern und 9 Uhr heute habe ich 1684 Spammails bekommen gesehen. Wie viele über Blacklisting von vornherein ausgefiltert wurden, weiß ich nicht. Will ich auch  nicht wissen. Die meisten derer, die es bis zu mir geschafft haben  (1664), landeten im GMail-Filter. Doch immerhin rund 20 haben es in meinen Posteingang geschafft. Das ist a) Rekord, b) lästig und c) besorgniserregend. Hoffentlich ist es nicht d) von Dauer.

Interner Krach bei Google: Google Spam = Spam von Google

Spam von Google Alerts in Google MailDass jetzt Google Mail Mails von Google als Spam klassifiziert, lässt auf tiefe Google-interne-Zerwürfnisse schließen. Wieso sonst sollte der Spamfilter zuschnappen, wenn Post aus dem eigenen Haus kommt? Sollte es Microsoft doch noch gelingen, den Erfolg der Krake mit den beiden “o” zu brechen? (Aufs Bild klicken zum Beweis)

Dazu passt ein aktueller Beitrag auf technochat über eine GMail-Spamlücke. Angad Deep Singh beschreibt dort eine Sicherheitslücke, die ein Tor für Spammer über Google SMTP-Service weit aufstößt. In diesem Zusammenhang beschäftigt er sich mit dem Vertrauensvorschuss von Google als Mail-Absender.

Situation seems even worse when we consider the fact that E-mail that originates from Google, are well-regarded by both Yahoo and Hotmail. If you try to send spam mails directly to Yahoo and Hotmail from a blacklisted IP, mails don’t even necessarily reach the account’s spam box, while forged e-mail sent via Gmail always arrived in the intended account’s inbox. Hence exploiting the trust hierarchy among Email Servers.

Die Urheber dieser Information, mithin Entdecker der Lücke vom “information security research team” sind außerordentlich besorgt. Angeblich haben sie Google vor über eine Woche informiert.

We are still waiting to hear from Google and we sincerely hope that this flaw can be fixed before the full details about the problem are released.

Trage mir wer Du bist ich wichtige Dich doll: das Blogshirt

Silke, eine Bekannte von Robert Basic, hat da was erfunden: Ein Blog-Shirt. Das ist nicht einfach ein Shirt, auf dem viele Blogs stehen wie das hier. Nein, es ist ein Shirt, auf dem Menschen, richtige echte Menschen “bloggen” können. Live und in Farbe. Es ist ein bisschen, als könnte man seinen Aufkleber auf der Heckscheibe vom Autoradio aus programmieren (wie beim Hippie-Retro-Bus), man kann es aber auch anderen überlassen. Und nebenbei zeigt Robert, wie man Reichweite kreativ vermarkten kann. Vorhang auf: Das Blogshirt.

Wer mag schon aufs Internet verzichten

Habe gerade (zum gefühlten 14. Mal) bei der W3B-Umfrage mitgemacht. Keine Überraschungen. Interessant aber die Grafik am Schluss: Demnach würden 60,6 % der Befragten aufs Fernsehen verzichten, aber nur 14,9 % aus Internet. Ein knappes Viertel sind unentschieden. Mich haben sie nicht gefragt, doch auch ich wäre ohne Fernsehen keinen Deut unglücklicher.

Surfschule: WebbyAwards 08

Die Webby Awards 08 sind vergeben. Wer so richtig viel Zeit hat, kann ja die Liste der Nominierten und Preisträger absurfen und hier berichten – ich schaffe das nicht soooo schnell ;o Immerhin kann man davon ausgehen, dass die International Academy of Digital Arts and Sciences zusammen getragen hat, was State of the Art ist – oder sein soll.
Mein Schnellscan führte mich zur Kategorie “Best Navigation”, der Publikumspreis geht dort an Apple.com (*gähn*), der Jury-Preis an TED.com. Und das ist wirklich spannend.

gesehen bei ibusiness.de

Nokia und der Geldtransfer in Uganda

Jan Chipchase, Entwickler bei Nokia, öffnet Denkstrukturen. Er spricht beispielsweise über Dinge, die wir besitzen, eine Teilmenge daraus, die wir mitnehmen möchten, wenn wir außer Haus gehen, einer Teilmenge, die wir tatsächlich mit nehmen und einer weiteren Teilmenge, die wir tatsächlich mitnehmen. Oder über Mini-Bank-Strukturen in Uganda über Telefonkarten. Oder über die Fähigkeiten von Analphabeten, zu delegieren. Sehr spannend! Wie so vieles auf www.TED.com.