Seit Wochen kursiert ein Kettenbrief im Web, der im Stil der Sendung mit der Maus erklärt, warum Herr Müller von Müller Milch ein mieser Kerl ist, der Verbraucher abzockt und Arbeitsplätze vernichtet. Der Brief wird von der TU Berlin als Hoax geführt. Unterhaltsam ist er in jedem Fall – und geht so…
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Archiv für die 'Alltags-Wahn' Kategorie
Mainz stand kurz vor einem Datenschutzskandal, gegen den die Bespitzelungsaffären bei Telekom und Bahn anmuten wie Kindergartengeplänkel. Der Datenschutzbeauftragte des Landes war dankenswerterweise rechtzeitig involviert worden und konnte noch vor möglichen Tatbegehungen verhindern, dass enormer Schaden für die Landeshauptstadt und vor allem seine Bewohner entstand. Mit untennstehender Original-Pressemeldung dürfte der Fall geschlossen werden. Gleichzeitig dokumentiert dieses Schreiben die Bedeutung des außermeenzerisch mitunter belächelten Brauchtums. Pressemitteilung im O-Ton s.u. (Download als PDF hier)
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Gute Arbeit kostet gutes Geld. Das würden wir alle unterschreiben. Außer es geht um kostenpflichtige Telefonauskunftsdienste, neudeutsch Hotlines. ‘Die kostenpflichtige-Hotline-Phobie oder: alles kostenlos bitte’ weiterlesen …
Die lustige Handelsplattform eBay gibt sich ja einerseits alle Mühe, den Handel zu erschweren: Chaotische Bewertungssysteme, enorme Provisionen, die schon viele Profis vertrieben haben, Sicherheitschecks am Rande des Nervenzusammenbruchs, Support gleich unter Mittelerde und geradezu panische Furcht vor Plagiaten edler Marken prägen den Alltag der letzten Aufrechten. Andererseits passt eBay auch gut auf seine besten Kunden auf. Der neue Bereich “Topkunde plus” (welch Kopfgeburt der Name) beispielsweise, eine Art Vielflieger-Lounge mit verbilligter Supportnummer und anderem Mehrwertkram. Doch das beste geschah heute, als ich per Copy&Paste eine Auktionsnummer in das Bieten-Feld warf – versehentlich selbstredend. Da hinderte mich “mein” eBay doch tatsächlich daran, einen milliardenschweren Fehler zu begehen.

“Hallo mein Freund” ruft Maria. Sie kommt aus Kasachstan, schreibt aus Kanada und will mich heiraten. Lest selbst. ‘Hallo mein Freund’ weiterlesen …
Ja das gibt’s. Menschen, denen man ansieht, dass sie etwas anderes denken als sie sagen oder überhaupt etwas denken und nichts sagen. Wobei “denken” keineswegs ein Hinweis auf Intelligenz, Reife oder sonstige positiven Eigenschaften sein soll. Ich mag diese Menschen nicht, denn dieses Verhalten – zumindest unter Freunden, Partnern oder wenigstens Bekannten – geht meist auf eine explosive Mischung aus Arroganz (“was geht dich das an?”), Überheblichkeit (“verstehst du sowieso nicht!”) und Dummheit (“wieso willst du das wissen?”) zurück. Üblicherweise spielen auch noch Misstrauen und Argwohn mit. Aus einem Gesicht wird so eine Maske, besser: eine Fratze. Nun spießte eine liebe Freundin solch Zeitgenossen mit einem einzigen Satz auf, definierte ihre Liederlichkeit für alle Ewigkeit: “Das ganze Gesicht ist eine Nachrichtensperre”. Herrlich.
Conny Dachs, so lehrt mich eine Spam-Mail, sei “seit Mai 1995 Pornodarsteller und Moderator”. Ich kannte ihn nicht. Woher auch. Wenn er nicht bei McDonalds isst und keine Bild liest schon mal gar nicht. Weiter im Text: Er gelte “als besonders vielseitig und schauspielerisch begabt”. Zwar stünden genreüblich “die Darstellung von sexuellen Handlungen im Mittelpunkt”, doch Dachs spiele auch “variantenreiche, oft selbstironisch gebrochene Rollen”. Also eine Art Rammel-George? Immerhin drücke sich der Variantenreichtum auch in seiner “Flexibilität bei der Auswahl hinsichtlich des Aussehens und Alters der Filmpartnerinnen” aus. Auf die Bäume, der Dachs streift durchs Gebüsch.
Hier kann man den Dachs tanzen sehen.
Das angebotene DVD-Archiv interessiert ja nicht. Aber Conny Dachs, den muss man wohl kennen – womöglich schafft er es in den Bildertest der Henri-Nannen-Schule. Wer die Zitate lustig fand, kann auch gerne auf das Original zurückgreifen, die humoristischen Einlassungen stammen nämlich aus dem Wikipedia-Artikel über Dachs.
Die Flexibilität der Partnerwahl führte auch zu einer gewissen Gina Wild. Die gemeinsame Zeit beschreibt Dachs in einem Video (“sie war eine Sau”). Das lustigste dabei ist die vibrierende Stimme des Interviewers, der offensichtlichst kaum an sich halten kann vor Glück. Sehenswert!
Conny Dachs über Gina Wild – MyVideo
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Soso, die Kassen quellen also über. Mehr als 7 Milliarden Euro liegt der Bundeshaushalt über Plan in diesem Jahr. Das ist eine gute Nachricht, der wieder die üblichen Rituale folgen werden: Lobbyisten stürzen auf den Bundesfinanzminister Peer Steinbrück und seine Berater ein und fordern früh, späte oder ihnen endlich zustehende Gerechtigkeit, mithin Geld. Und wieder wiederhole ich die Bitte: Lieber Peer Steinbrück, bleiben Sie standhaft!
Ausführlicher hier auf Foikus-Erfolg.de: “Kugelkopf: Lieber Peer Steinbrück…”

