PR-ofession und OB-session vom Erfolgs-Blogger

Apple 2007: Viel Licht (iPhone) und viel Schatten (Apple TV)

iPhone von AppleSteve Jobs, Guru einer ganzen Generation von mitunter religiös verblendeten Apple-Fans, hatte wieder einen seiner ganz großen Auftritte. Der Multi-Milliardär stellte auf der Macworld in San Francisco zwei Neuheiten an, über die schon lange spekuliert wurde: iPhone soll den Handymarkt neu erfinden, Apple TV die Welten PC/Mac und Fernseher verbinden. Das iPhone macht einen hervorragenden Eindruck, doch Apple TV hat das Zeug zum Flop.

Auch wenn Spiegel.de fälschlicherweise behauptet, Apple TV verfüge “über ein großes Display”, die kleine Kiste taugt meiner Meinung nach gar nichts. Denn Apple TV ist nichts anderes als eine Reproduktionskiste für Inhalte von iTunes. Damit landet Jobs, der auf das ausfahrtbereite Schiff des “Digital Home” springen wollte, im schmutzigen Hafenwasser. Das ist schade, denn Apple hat nach wie vor das Zeug, einer der Protagonisten zu sein, wenn die Gattungen Hifi, TV, Video, PC/Mac und mobile Geräte wirklich verschmelzen und sinnvoll miteinander kommunizieren.

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Klar ist, das “digital Home” wird kommen. Nicht klar ist, woher es kommt und wie es genau aussieht. Sind es die Konsolenhersteller, die die Entwicklung vorantreiben und XBox oder Playstation zur Zentrale im multimedialen Zuhause machen? Werden es die PC-Hardware-Hersteller sein, die mit Windows Media Center-PCs den Sprung unter dem Schreibtisch hervor schaffen? Oder die Unterhaltungselektronik-Industrie, so dass TV-Video-Hifi-Kombinationen um Netzwerk- und Internetfähigkeit erweitert werden? Für sämtliche Varianten gibt es Modelle und die großen der Welt spielen mit. Das “digital Home” ist ein Milliardenmarkt.

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Klar, dass ein Steve Jobs daran nicht einfach so vorbei geht. Zumal er mit iPod/iTunes einen wichtigen Teil dessen, nämlich den Markt mobiler MP3-Player und den legalen Vertrieb von Musik-Downloads, bereits dominiert. Doch Apple TV kann den nächsten Schritt nicht gehen. Dafür ist das Angebot viel zu dünn.

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Apple TV kann nichts anderes, als sich mit PC/Mac zu unterhalten und vorhandene Filme, Videos, Musik und Bilder zu kopieren. Immer nur, solange es auch in iTunes passt. Das ist zu wenig. Es gibt keine Funktion als Festplattenrecorder, um mit tivi gleichzuziehen. Mit anderen Worten: Die Verbindung Apple TV zu Fernseher ist eine Einbahnstraße. Das Schlimmste: Apple TV (für 299 Euro auch nicht gerade ein Schnäppchen) wartet mit lächerlichen 40 Gigabyte Speicherplatz auf, von denen nach Apple-Angaben auch nur 33 Gigabyte für Mediendaten zur Verfügung stehen. Das ist nicht viel. Nur zur Erinnerung: Der größte iPod aus eigenem Hause (399 Euro) bietet mit 80 Gigabyte schlicht das Doppelte. Schade, Steve Jobs, Apple TV verdient den Namen nicht.

Ganz anders das iPhone . Der Reflex, der von ersten Bildern ausgeht, geht in nur eine Richtung: “Will ich haben!” Apple knüpft an den iPod-Erfolg an und setzt ihn konsequent in die Handy-Welt um: Das iPhone ist MP3-Player, Videostation, Mini-Browser, Organizer und Digitalkamera in einem Gerät. Und telefonieren kann man damit auch. Das iPhone wird ein Riesen-Erfolg, daran kann kein ernstlicher Zweifel bestehen. Das iPhone von Apple wird die Handy-Branche kräftig durchschütteln und zu neuen, schnelleren Geräteentwicklungen treiben.

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