Wenn ein System Fragen einer Gesellschaft nicht mehr beantworten kann, sucht diese Gesellschaft Antworten jenseits des Systems. Man denke nur an Hildegard von Bingen, Feng-Shui, den Bestseller “The Secret – das Geheimnis” von Rhonda Byrne oder die Dalai-Lama-Begeisterung. Nun verbinden ein Management-Coach aus Frankfurt und die Satsang-Lehrerein Prajnaji (sprich: Pradsch-nadschi) ihre Welten: Business Satsang ist das Ergebnis. ‘Die Zeit ist reif: Business-Satsang verbindet Welten’ weiterlesen …
Monatliches Archiv für September, 2008
Ja das gibt’s. Menschen, denen man ansieht, dass sie etwas anderes denken als sie sagen oder überhaupt etwas denken und nichts sagen. Wobei “denken” keineswegs ein Hinweis auf Intelligenz, Reife oder sonstige positiven Eigenschaften sein soll. Ich mag diese Menschen nicht, denn dieses Verhalten – zumindest unter Freunden, Partnern oder wenigstens Bekannten – geht meist auf eine explosive Mischung aus Arroganz (“was geht dich das an?”), Überheblichkeit (“verstehst du sowieso nicht!”) und Dummheit (“wieso willst du das wissen?”) zurück. Üblicherweise spielen auch noch Misstrauen und Argwohn mit. Aus einem Gesicht wird so eine Maske, besser: eine Fratze. Nun spießte eine liebe Freundin solch Zeitgenossen mit einem einzigen Satz auf, definierte ihre Liederlichkeit für alle Ewigkeit: “Das ganze Gesicht ist eine Nachrichtensperre”. Herrlich.
Conny Dachs, so lehrt mich eine Spam-Mail, sei “seit Mai 1995 Pornodarsteller und Moderator”. Ich kannte ihn nicht. Woher auch. Wenn er nicht bei McDonalds isst und keine Bild liest schon mal gar nicht. Weiter im Text: Er gelte “als besonders vielseitig und schauspielerisch begabt”. Zwar stünden genreüblich “die Darstellung von sexuellen Handlungen im Mittelpunkt”, doch Dachs spiele auch “variantenreiche, oft selbstironisch gebrochene Rollen”. Also eine Art Rammel-George? Immerhin drücke sich der Variantenreichtum auch in seiner “Flexibilität bei der Auswahl hinsichtlich des Aussehens und Alters der Filmpartnerinnen” aus. Auf die Bäume, der Dachs streift durchs Gebüsch.
Hier kann man den Dachs tanzen sehen.
Das angebotene DVD-Archiv interessiert ja nicht. Aber Conny Dachs, den muss man wohl kennen – womöglich schafft er es in den Bildertest der Henri-Nannen-Schule. Wer die Zitate lustig fand, kann auch gerne auf das Original zurückgreifen, die humoristischen Einlassungen stammen nämlich aus dem Wikipedia-Artikel über Dachs.
Die Flexibilität der Partnerwahl führte auch zu einer gewissen Gina Wild. Die gemeinsame Zeit beschreibt Dachs in einem Video (“sie war eine Sau”). Das lustigste dabei ist die vibrierende Stimme des Interviewers, der offensichtlichst kaum an sich halten kann vor Glück. Sehenswert!
Conny Dachs über Gina Wild – MyVideo
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Die Webwelt ist nicht mehr, was sie war, seit Google für viele überraschend einen eigenen Browser veröffentlichte: Chrome. Ein von nicht-Apfel-Produkten ungekannter Hype brach aus, Begeisterung allenthalben. Ich habe Chrome gestern ausprobiert. Mein Fazit: Eine gute Beta, doch für meine Praxis nicht tauglich.
Die Installation lief glatt. Anscheinend – abgesehen von der Irritation, dass das Einstellungsfenster etwa eine Minute eingefroren war und ich schon fürchtete, etwas kaputt gemacht zu haben. Chrome importierte brav aus Firefox, Lesezeichen, Einstellungen, Passwörter. Sagte ich Passwörter? Chrome behauptete das – doch Fehlanzeige. Kein Passwort wurde übergeben. Das lag offensichtlich daran, dass ich im Forefox meine gespeicherten Passwörter mit einem Master-Passwort gesichert habe. Eine überaus sinnvolle Einrichtung, wie ich finde. Hätte mich doch Chrome danach fragen könne, finde ich. Hat es aber nicht und stattdessen meine Passwörter eben nicht importiert.
Wer seit vielen Jahren mit Windows arbeitet, ist ja findig in Sachen Workarounds. Also habe ich das Master-Passwort abgeschaltet und erneut importiere lassen. Klappte einwandfrei.
Kurzer Rückblick: Wenn ich im Firefox beispielsweise zu eBay (mehrere Accounts gespeichert) oder auf eine Online-Banking-Seite surfe, werden Username und Passwort nicht angezeigt. Durch einen Doppelklick auf das Eingabefeld sehe ich in einem Dropdown die gespeicherten Usernamen.
Und jetzt Chrome: Ich sehe nichts.
Mit anderen Worten: Wenn ich wissen will, wie sich mein Aktiendepot entwickelt hat, muss ich mir wenigstens die ersten Ziffern meiner User-ID merken, damit Chrome dann vervollständigt. Wenn ich mich bei eBay anmelden möchte, muss ich den ersten Buchstaben meines Usernamens eingeben. Ich habe gefühlte 150 passwortgeschützte Accounts gespeichert, von Banken über Online-Services bis zu Social Networks. Das kann und will ich mir nicht merken.
Ich freue mich auf die Final Release von Chrome. Dann bitte auch mit ordentlicher Bookmarkverwaltung, Master-Passwort, Javascript-Abschaltung und vielen netten Plugins.
