“Ach ist eine tolle Klo für Stuhlprobe!”
“Ach Svetlana.”
Monatliches Archiv für April, 2008
Der Holtzbrinck-Verlag holt sich mit Joachim Schoss einen ausgewiesenen Onliner in den Aufsichtsrat. War ja auch Zeit. Es ist dies einerseits Konsequenz der bemerkenswerten (bemerkenswert erfolgreichen) Verlagsstrategie online, andererseits ist es die Spätfolge unbeschreiblicher Überheblichkeit in den großen deutschen Verlagen.
Was ist ein “Schleierfahnder”? Auf jeden Fall fährt es Bahn. Das beweist der Fall eines “Millionendiebes”
Nach den Polizeiangaben ließ sich Kittelmann am Mittwoch um 11.20 Uhr im Interregio 3087 in Höhe Pegnitz widerstandslos festnehmen. Er war unbewaffnet. Zwei Schleierfahnder der Verkehrspolizeiinspektion Hof a.d. Saale überprüften seine Identität.
Schön, dass sich Verbrechen nicht lohnen, auch nicht in der Heide. Doch handelt es sich hier um Politessen mit Migrationshintergrund? Das könnte so aussehen. Die Rosenheimer Nachrichten berichten: ‘Blödes Wort: Schleierfahnder’ weiterlesen …
Ach wie Recht hat der Mai. Jochen Mai von der Karriere-Bibel nämlich. Der schreibt über die richtige Einstellung zum Gehalt. Läse nur ver.di mit, der Poststreik wäre schnell zu Ende. Und wie wahr er schreibt:
Wohl jeder denkt zuweilen über seine Arbeit, dass er eigentlich mehr verdient hätte. Von gewöhnlichem Verdruss abgesehen, liegt darin ein gefährlicher Denkfehler: Einkommen ist keine Entschädigung – es wird erworben. (…)
Dann gibt es auch keinen gottgegebenen Anspruch darauf. Allein Anwesenheit, sagen wir an einem geschlossenen Postschalter, reicht da nicht. ‘Poststreik: jeder, was er verdient’ weiterlesen …
Dieser Beitrag wird nicht bezahlt. Neulich habe ich mich bei Trigami registriert, das sind die für-Geld-bloggen-Lasser. Ich werde das nicht tun, steht doch zu viel a) Reputation und b) Google-Freundschaft auf dem Spiel. Nun kamen dennoch die ersten Angebote. Dabei: Promo für Gratis-Gutscheine.de. Wer darüber bloggt und die vorgeschriebene (!) Überschrift setzt, bekommt 20,30 Euro. Ziel u.a. der Hinweis auf das Gewinnspiel, bei dem sich ein MacBook Air gewinnen lässt. Da mache ich selbstredend mit, zu gewinnen außerdem 10 Einkaufsgutscheine a 100 Euro. Rechnen wir also: Das MacBook kostet bei Apple im Online-Shop 1.699 Euro und jetzt nehme ich einfach mal an, dass 100 Blogger über Trigami mitmachen, dazu nochmal 200 über Word-to-Mouth-Effects (modernes Marketing klingt wunderbar, nicht?). Dann kosten 300 Trackbacks also 1.699 + (100 * 20,30) = 3.729 Euro. Die Amazon-Gutscheine kosten eher nichts. Gar nicht so schlecht, oder? Und noch schnell ein Beispiel: 20 % bei Karstadt. Auch auf Tiernahrung?
P.S.: Wenn ich das MacBook gewinne, versteigere ich es uns stifte den Erlös der Caritas.
Schweineurin sieht blöd aus. Besser wäre: Schweine-Urin. Den Dänen von Agroplast wird es gleich sein. Sie wollen aus Schweine-Urin Plastik herstellen, genau gesagt, Urea. Für Freaks:
2NH3 + CO2 ↔ CO(NH2)2 + H2O
Wozu ist Urea gut? Als Basismaterial für Plastik kann es fossile Rohstoffe ersetzen, es dient als Viehfutter oder Dünger, zum Enteisen von Straßen oder Flugzeugen, als Geschmacksverstärker für Zigaretten, Bestandteil für Haarpflegeprodukte und dergleichen mehr. Dabei sollte man sich von der Vorstellung verabschieden, dass Schweine-Urin fürchterlich stinkt. Die Produktion soll preiswert sein und die Umwelt entlasten, da der Schweine-Urin dann eben nicht mehr in die Kanalisation geleitet wird.
There are 20 million pigs in Denmark, and what they do environmentally is a problem,
sagte ein dänischer Venture Capitalist news.com. Insofern wird hier aus Dreck Geld, denn nicht nur, dass keine Entsorgung mehr anfällt, Schweinebauern könnten hier eine zusätzliche Einnahmequellen generieren. Tolle Sache: “Wer keine Kraft zum Träumen hat…”
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“Wollte nun auch noch was zum aktuellen Milchmarkt loswerden. Ich bin selbst Milchbauer und finde die aktuelle Situation sehr prekär.” Erst war es nur ein Kommentar von Andi zu Müller Milch, doch er gefiel mir so gut, dass ich einen eigenständigen Artikel daraus gemacht habe. ‘Milchbauer Andi über Müller Milch’ weiterlesen …
Waschdl war ein Langhaardackel, wie es ihn heute kaum mehr gibt. Er gehörte Familie Brodbeck. Ein Name wie Blumentapete. Er Kriegsinvalide mit steifem Bein, sie das Spray gewordene Haarnetz. Brodbecks hielten sich eine Ferienwohnung, wo wir wohnten. Als sie einige Tage aus den Ferien verreisten, durften wir auf Waschdl aufpassen. Gingen wir mit ihm die Treppe hoch und riefen “Waschdl, laaaaangsam!”, zog er das rechte Bein nach, wie sein Herrchen. Der treue Waschdl.
Die NASA hat zum Earth Day 10 ihrer schönsten Fotos von oben heraus gegeben. CNets News.com hat sie online. Staunen.
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Alles fing so harmlos an. Ich habe hier einen Text veröffentlicht, der vor Jahr und Tag für die Nullnummer einer Schweizer Lifestyle-Zeitschrift entstanden war: Schlüpfer, Ständer und das gute Gefühl. Dann bemerkte ich irgendwann baff erstaunt, dass die netten kleinen Google-Anzeigen, die ich seinerzeit auf der Site hatte, Werbung für “getragene Slips” lieferten. Daraus wiederum entstand der Text Getragene Slips von Google?, der dem Phänomen nachspürte. Und diesen Text haben seit Beginn diesen Jahres rund 1.200 Menschen gelesen. Bestimmt wurden sie alle enttäuscht, weil sie nicht fanden, was sie suchten. Und weil ich mich dem Servicegedanken verpflichtet fühle, hier nun – quasi als späte Reue für provozierte Fehlklicks, die besten Links zum Thema “getragene Schlüpfer” – selbstverständlich über Google recherchiert. ‘Gibt's hier nicht: Getragene Slips, gebrauchte Schlüpfer’ weiterlesen …