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	<title>Fokus-Erfolg</title>
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	<description>Bisse und Streicheleinheiten von Guido Augustin</description>
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		<title>Nick Knatterton 2.0</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Mar 2013 09:25:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Guido</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Über die Suche nach Webcams für den Eingangsbereich, die wetterfest sind und über WLAN aufzeichnen können, kam ich auf Detektiv-Seiten &#8211; die ja irgendwie auch mit Kameras zu tun haben. Spannende Branche- und das Betätigungsfeld ist extrem weit gefasst &#8211; &#8230; <a href="http://www.fokus-erfolg.de/nick-knatterton-2-0/">Weiterlesen &#8594;</a></p><p>The post <a href="http://www.fokus-erfolg.de/nick-knatterton-2-0/">Nick Knatterton 2.0</a> appeared first on <a href="http://www.fokus-erfolg.de">Fokus-Erfolg</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Über die Suche nach Webcams für den Eingangsbereich, die wetterfest sind und über WLAN aufzeichnen können, kam ich auf Detektiv-Seiten &#8211; die ja irgendwie auch mit Kameras zu tun haben. Spannende Branche- und das Betätigungsfeld ist extrem weit gefasst &#8211; ein Streifzug mit Nick Knatterton 2.0.<span id="more-911"></span></p>
<p>Kennt Ihr noch den durch und durch karierten Cartoon-Meisterdetektiv Nick Knatterton („Kombiniere!“), eine deutsche Produktion? Dessen Hauptwerkzeuge war neben einem wachen Verstand die Pfeife. Diese Zeiten sind lange vorbei &#8211; geblieben ist die Vielfalt der Aufgaben. Die eingebundene Folge (wie andere auch) ist übrigens ein zeitgeistig denkwürdiger Beitrag zur Sexismus-Debatte!<br />
<iframe src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/BlhWDojkMdE" height="480" width="640" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Ich wurde bei der Stöberei immer neugieriger und blieb schließlich an dieser Seite der <a title="Zur Detektei Apex" href="http://www.apex-detektive.de/" target="_blank">Detektei Apex</a> hängen, die satte 33 (!) Bereiche nennen. Das unterteilt sich erstmal zwischen Privat- und Geschäftskunden und reicht ganz privat von Observation und Personenschutz bis zu Beweissicherung (auch DNA!), die Palette für Unternehmen erstreckt sich von Versicherungsbetrug über Einkommensermittlung bis zu Computerkriminalität und Lauschabwehr &#8211; also Kammerjägerei nach allerlei Wanzen und sonstigen technischen Schweinereien.</p>
<p>Ziemlich cool bei Apex fand ich, dass sie angeblich deutschlandweit über Mitarbeiter verfügen (riecht ein bisschen nach Netzwerklösung) und angeben, wenn es mal ganz eilig ist, innerhalb von zwei Stunden zur Verfügung zu stehen.</p>
<p>Ich habe das nicht getestet, weil ich ja an das Gute im Menschen glaube und meine Probleme viel lieber ohne Detektive löse. Außerdem habe ich das finanzielle Risiko gescheut, denn ganz preiswert sieht das Ganze nicht aus &#8211; Preisangaben auf Detektei-Seiten sind übrigens so wahrscheinlich wie Mitarbeiterlisten ;o)</p>
<p>Hat jemand von Euch da Erfahrungen gesammelt? Würde mich schon interessieren, wie das war, einen kleinen Knatterton zu engagieren und was das gekostet hat.</p>
<p>Ach ja: Eine Webcam zum fairen Preis habe ich (noch) nicht gefunden!</p>
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		<title>Tatort mit Til Schweiger: Das Nuschelorakel schießt daneben</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Mar 2013 07:22:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Guido</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltags-Wahn]]></category>
		<category><![CDATA[tatort]]></category>
		<category><![CDATA[til schweiger. ndr]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Groß war die Erwartung, groß die Enttäuschung. Der neue Tatort-Kommissar Tschiller alias Til Schweiger ist ein Offenbarungseid des deutschen Fernsehens. Zwischen billiger „Cobra 11“-Kopie und Vorabend-Sülz ballert sich der verkratzte Til durch die 90 Minuten Kriminalgeschichte &#8211; stets bemüht, seine &#8230; <a href="http://www.fokus-erfolg.de/tatort-mit-til-schweiger/">Weiterlesen &#8594;</a></p><p>The post <a href="http://www.fokus-erfolg.de/tatort-mit-til-schweiger/">Tatort mit Til Schweiger: Das Nuschelorakel schießt daneben</a> appeared first on <a href="http://www.fokus-erfolg.de">Fokus-Erfolg</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.fokus-erfolg.de/wp-content/uploads/2013/03/tatort-willkommen-in-hamburg-51.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-908" alt="Bild: NDR/Marion von der Mehden" src="http://www.fokus-erfolg.de/wp-content/uploads/2013/03/tatort-willkommen-in-hamburg-51.png" width="1000" height="335" /></a>Groß war die Erwartung, groß die Enttäuschung. Der neue Tatort-Kommissar Tschiller alias Til Schweiger ist ein Offenbarungseid des deutschen Fernsehens. Zwischen billiger „Cobra 11“-Kopie und Vorabend-Sülz ballert sich der verkratzte Til durch die 90 Minuten Kriminalgeschichte &#8211; stets bemüht, seine frischen Kratzer und den Schmauch möglichst nahe in die Linse zu halten. Höhepunkt der Lächerlichkeit: Tschiller verfolgt einen fahrenden VW-Bus, holt ihn ein und springt hinein &#8211; zu Fuß!<span id="more-901"></span></p>
<p>Was, lieber NDR, sollte denn das werden? Im Vorfeld war geunkt worden, Til Schweiger rücke an Bruce Willis ran, vom neuen Schimanski wurde geschwärmt. Doch das ging gründlich daneben. Um es mal mathematisch auszudrücken: Til Schweiger verhält sich zu Bruce Willis (wahlweise auch zu Götz George) wie ein Opel Ascona zu einem Porsche 911. Viel schießen und grimmig gucken heißt eben nicht gleich gute Action mit Tiefgang. Und wer (Film-)Stunden nach einer Schießerei mit noch immer ungewaschenem Gesicht nach Hause kommt, macht keinen starken Typen, sondern sich lächerlich.</p>
<p>Dem Zwang, den Super-Til mit seinem Scarface möglichst makro in Szene zu setzen, werden sogar die wenigen Optionen geopfert, großes Kino zu machen. Als der Kommissar Tschiller die verletzte Zwangsprostituierte auf dem Dach der Elbphilharmonie findet, sie in den Arm nimmt und sie sich letztlich endlich zur guten Seite bekennt, riecht es kurz nach großen Bildern. Doch bevor die Kraft der Szene sich entfalten kann, furzen hohle Dialoge und der klare Blick auf die Pflasterchen des Polizei-Helden den zarten Duft wieder weg.</p>
<p>Da hilft auch der beste Gag des ganzen Films nicht als der Polizeiheld sich in der Staatsanwaltschaft anmeldet: „Tschiller“ &#8211; „Wie der Dichter?“ &#8211; „Welcher Dichter?“ &#8211; „Die Glocker?“ &#8211; „Ne mit T. Ich nuschel manchmal“. Das galt übrigens nicht nur für das unsägliche Nuschelorakel selbst, auch seine Tochter (im echten Leben seine Tochter) konnte man phasenweise mit einer plappernden Bulgarin verwechseln, eh die Ahnung sich einstellte, dass sie doch deutsch gesprochen haben müsste.</p>
<p>Lassen wir also die Vergleicherei: Til Schweiger alias Tschiller mit Götz George alias Schimanski zu vergleichen, wäre genauso infam wie der Vergleich mit Bruce Willis. Til Schweiger ist schon einmalig &#8211; und schlecht.</p>
<p>Wer es nicht lassen kann, hier gibt es die Folge in der <a href="http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/602916_tatort/13677990_willkommen-in-hamburg?buchstabe=T" target="_blank">ARD-Mediathek &#8211; ab 20 Uhr, wegen des Jugendschutzes.</a></p>
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		<title>Meine liebsten Laster: Zigarren</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Mar 2013 13:11:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Guido</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Rauchen ist bäh. Aber Zigarren genießen ist doch etwas ganz anderes. Deswegen heute ein kleine Hommage an ein liebes Laster, das bedauernswerterweise viel zu kurz kommt &#8211; obwohl es mehr Hingabe verdient hätte: Das Genießen von Zigarren. Zigarre rauchen ist &#8230; <a href="http://www.fokus-erfolg.de/meine-liebsten-laster-zigarren/">Weiterlesen &#8594;</a></p><p>The post <a href="http://www.fokus-erfolg.de/meine-liebsten-laster-zigarren/">Meine liebsten Laster: Zigarren</a> appeared first on <a href="http://www.fokus-erfolg.de">Fokus-Erfolg</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Rauchen ist bäh. Aber Zigarren genießen ist doch etwas ganz anderes. Deswegen heute ein kleine Hommage an ein liebes Laster, das bedauernswerterweise viel zu kurz kommt &#8211; obwohl es mehr Hingabe verdient hätte: Das Genießen von Zigarren.<span id="more-895"></span></p>
<p><a href="http://www.fokus-erfolg.de/wp-content/uploads/2013/03/69731_web_R_K_B_by_Carola-Langer_pixelio.de_.png"><img class="alignleft size-full wp-image-897" alt="Rauchen hält jung" src="http://www.fokus-erfolg.de/wp-content/uploads/2013/03/69731_web_R_K_B_by_Carola-Langer_pixelio.de_.png" width="197" height="384" /></a>Zigarre rauchen ist ein Kulturgut. Und hat so gar nichts gemein mit dem hektischen Kippen paffen, dem „mal kurz eine rauchen“ gehen. Das funktioniert so nicht mit Zigarren &#8211; auch wenn man in einschlägigen Lokalitäten immer wieder Möchtegerngroße beobachten kann, die sich zu den dicken Ringen eine Zigarre an den wurstigen Finger stecken, um vor der Welt von Welt zu tun. Diese Kerle erkennt man daran, dass sie die Banderole dran lassen, damit jeder sieht, wie viel sie investiert haben; außerdem schniggen sie die Asche in den Aschenbecher und drücken die Zigarre irgendwann aus.</p>
<p>Alles Todsünden übrigens. Nur das mit der Banderole ist umstritten, weil es das Deckblatt beschädigen könnte, die Banderole abzureißen &#8211; muss man eben sehr umsichtig sein.</p>
<p>Der ganze Prozess beginnt lange vor dem Rauchen. Da ist erst die Ausrüstung: Ein Humidor muss ein, also eine Holzkiste mit Hygrometer (Feuchtgkeitsmesser) und einer Möglichkeit, Feuchtigkeit zuzuführen. Sonst gehen die schönen Naturprodukte nämlich hastenichtgesehen um, schmecken nicht, brenne nicht richtig. Kein Genuss, gar nichts mehr.</p>
<p>Doch wer all diese Disziplinen gemeistert hat, den Einkauf, die Lagerung, die Gemütslage und das Anzünden (darüber könnte man Bücher schreiben!) hinbekommt, der kann sich auf eine lange, sehr angenehme Zeit mit seiner Zigarre freuen.</p>
<p>Zuletzt kam das alles etwas kurz, was auch an der Zeitenwende liegt, das in Häusern &#8211; so auch dem meinen &#8211; nicht mehr geraucht wird und so der Genuss schon jahreszeitlich stark eingeengt ist. Dazu kommt &#8211; und das ist ja schon ein genialer Filter für Afficionados &#8211; die Bereitschaft, sich über eine Stunde zu entspannen, zurück zu ziehen und relativ gewiss zu sein, nicht von Alltagsstörungen geplagt zu werden.</p>
<p>Dann ist es wunderschön, den sanften Dampf zu spüren, durch den Rachen ziehen und aufsteigen zu lassen. Da freue ich mich schon heute auf die Bamhaussaison und vervollständige noch schnell meine Basisausstattung, damit die edlen Stücke bis dahin auch in bestem Zustand sind! Und damit sie auch edel genug sind, schaue ich gleich wieder nach <a title="Zu rauchr.de" href="http://rauchr.de" target="_blank">Zigarren bei rauchr.de</a> (coole Domain, oder, kann ich mir wenigstens merken?) nach Kubanern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>(Foto Carola Langer/pixelio.de)</p>
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		<title>Rösler und Hahn: Rassismus ist was für Gutmenschen</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Feb 2013 18:04:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Guido</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Brüderle]]></category>
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		<category><![CDATA[hahn]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Der hessische Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn hat seiner Partei, der FDP, eine neue Debatte über gut und böse in unserer Gesellschaft beschert. Nachdem der Stern in einem denkwürdigen Artikel Rainer Brüderle in die Sexismus-Debatte gestürzt hat, geht es nun um Rassismus. &#8230; <a href="http://www.fokus-erfolg.de/roesler-und-hahn-rassismus-ist-was-fur-gutmenschen/">Weiterlesen &#8594;</a></p><p>The post <a href="http://www.fokus-erfolg.de/roesler-und-hahn-rassismus-ist-was-fur-gutmenschen/">Rösler und Hahn: Rassismus ist was für Gutmenschen</a> appeared first on <a href="http://www.fokus-erfolg.de">Fokus-Erfolg</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter  wp-image-884" alt="Hahn wird Rösler. Quelle: Wiesbadener Kurier" src="http://www.fokus-erfolg.de/wp-content/uploads/2013/02/563857_2850886287187_1850434199_n.jpg" width="960" height="315" />Der hessische Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn hat seiner Partei, der FDP, eine neue Debatte über gut und böse in unserer Gesellschaft beschert. Nachdem der Stern in einem denkwürdigen Artikel Rainer Brüderle in die Sexismus-Debatte gestürzt hat, geht es nun um Rassismus. Die Aufregung, um mein Fazit vorweg zu nehmen. ertränkt sich selbst im Gutmenschentum und dem verzweifelten Versuch der Political Correctness.<br />
<span id="more-882"></span></p>
<p>Zurück zur Quelle. Was hat Hahn denn nun gesagt? <a title="Spiegel.de" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fdp-politiker-hahn-und-der-rassismus-vorwurf-a-882220.html " target="_blank">Spiegel.de</a> zitiert ihn so:</p>
<blockquote><p>&#8220;Bei Philipp Rösler würde ich allerdings gerne wissen, ob unsere Gesellschaft schon so weit ist, einen asiatisch aussehenden Vizekanzler auch noch länger zu akzeptieren.&#8221;</p></blockquote>
<p>Uiuiuiui, Alarm, alle Lampen an, da hat einer gegen den Naturschutz verstoßen, der anders Aussehenden in unserer ach so pluralistischen, aufgeklärten und mulitkulturellen Gesellschaft zugestanden wird. Als wenn einer wie Philipp Rösler Narrenfreiheit bräuchte &#8211; obwohl: Der Welpenschutz im Merkel‘schen Kuriositätenkabinett ist längst verfallen. Und wenn dem armen Vizekanzler schon sonst niemand zur Seite steht, kann es wenigstens der gute Gutbürgerreflex ein.</p>
<p>Da genügt es ja schon, zu sagen, dass Rösler „asiatisch aussieht“, nicht wahr? Zur Erinnerung: Rösler ist Kind vietnamesischer Eltern. Selbstverständlich sieht er asiatisch aus. Oder ist die Formulierung etwa unglücklich gewählt? Was wäre denn richtiger? Auf Wunsch können wir gerne eine Debatte über die richtige Formulierung für das Aussehen eines Menschen finden, dessen Eltern aus Vietnam sind.</p>
<p>Ich sehe mich komplett unverdächtig, ein Parteigänger der FDP, überhaupt irgendjemandes Parteigänger zu sein. Ich kenne Herrn Hahn auch nicht weiter, ich habe weder den Drang, noch die Not, ihn zu verteidigen. Aber ich kann beim besten Willen (und den gibt es reichlich) die Aufregung nicht verstehen.</p>
<p>Hahn fragt nach dem Zustand unserer Gesellschaft &#8211; und er tut es ohne Suggestion. Er fragt beispielsweise nicht, „wie das Kabinett duscht, seit Westerwelle Außenminister“ ist oder „was Frau Schavan und Lance Armstrong gemeinsam haben“, er fragt nicht nach der Sorge um Röslers Sehstärke ob der „Schlitzaugen“ und so weiter. Geschmacklos, nicht wahr? Oh ja, geschmacklos. Und jetzt noch mal Hahns Zitat:</p>
<blockquote><p>&#8220;Bei Philipp Rösler würde ich allerdings gerne wissen, ob unsere Gesellschaft schon so weit ist, einen asiatisch aussehenden Vizekanzler auch noch länger zu akzeptieren.&#8221;</p></blockquote>
<p>Ich war lange in Nigeria und die einheimischen Kindern rannten mir hinterher und riefen „Oyimbo!“ &#8211; weißer Mann! Und wenn sie die Chance hatten, heranzukommen, schlichen sie langsam näher und strichen vorsichtig über meine helle Haut &#8211; so wie wir im Zirkus eine Schlange streicheln. Vorsichtig, ein bisschen ängstlich, neugierig. Und so habe ich ihnen an den Kopf gefasst, um die Haare zu spüren. Trafen da Rassisten aufeinander? Wohl kaum.</p>
<p>Machen wir uns doch nichts vor: Wer anders aussieht als die Masse, wird angestarrt und argwöhnisch beäugt: Das geht Gulliver im Land der Riesen und im Land der Zwerge so, das geht einem Punk in der Fußgängerzone so, das geht einem Mann im Rock so, das geht einem Barfußläufer so, das geht einem Erwachsenen unter Kindern und einem Kind unter Erwachsenen so. Und das geht Philip Rösler so, denn er ist vom Aussehen her Asiate.</p>
<p>Die Frage ist doch jetzt: Ist unsere Gesellschaft so weit, das zu akzeptieren, vorbehaltlos damit umzugehen &#8211; oder verfällt sie bei Kritik an dieser Person in alte Muster und reduziert den hochintelligenten Spitzenpolitiker auf sein Äußeres, um ihn zu diskreditieren?</p>
<p>Es ist ein bisschen wie bei der Sexismus-Debatte: Was denken Sie, wenn ein Auto vor ihnen zu langsam fährt, umständlich einparkt und dann eine Blondine aussteigt? Eben. Darum geht es.</p>
<p>In meiner Welt ist es nicht rassistisch, festzustellen, dass jemand anders ist. Und es ist schon gar nicht rassistisch, zu fragen, welchen Entwicklungsstand eine Gesellschaft in dieser Beziehung hat. Und über den darin enthaltenen Hinweis, unsere Gesellschaft könnte rassistisch sein, bitte ich all jene offen zu sprechen, die jetzt moralinsauer in die Höhe schießen.</p>
<p><a title="Spiegel.de" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fdp-politiker-hahn-und-der-rassismus-vorwurf-a-882220.html " target="_blank">Spiegel.de bringt da ein schönes Beispiel</a>, gesagt habe es Brüderle, gemeint sei Rösler. Das ist rassistisch.</p>
<blockquote><p>&#8220;Glaubwürdigkeit gewinnt man, indem man nicht wie Bambusrohre hin und her schwingt, sondern steht wie eine Eiche.&#8221;</p></blockquote>
<p>Vielleicht wird ja jetzt eine längst fällige Debatte geführt, die uns als Gesellschaft weiter bringt? In der Redaktion des Wiesbadener Kurier läuft diese schon, denn die obige Montage (Mein Titel wäre: Sind wir nicht alle ein bisschen anders?) entstand und war für die morgige Printausgabe vorgesehen, Chefredakteur Stefan Schröder brachte sie heute schon bei Facebook. Mittlerweile, so berichtet er in seinem Facebook-Profil, habe die Redaktion sich mehrheitlich dagegen ausgesprochen und das akzeptiere er auch. Vielen Dank nochmal, Herr Schröder, für die Feigabe der umstrittenen Montage!</p>
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		<title>Günther Jauch und der Publizist des Teufels</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Feb 2013 20:31:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Guido</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltags-Wahn]]></category>
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		<category><![CDATA[reproduktionsmediziner]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Dies ist eine Geschichte über vergewaltigte Frauen, die katholische Kirche, Günther Jauch als windelweichen Talkmaster und einen katholischen Ayatollah im gewandten Gewande eines Journalisten. Und die Geschichte einer unnötig moralisch aufgeblähten Debatte. Eine Frau wird vergewaltigt und fürchtet, schwanger zu &#8230; <a href="http://www.fokus-erfolg.de/gunther-jauch-und-der-publizist-des-teufels/">Weiterlesen &#8594;</a></p><p>The post <a href="http://www.fokus-erfolg.de/gunther-jauch-und-der-publizist-des-teufels/">Günther Jauch und der Publizist des Teufels</a> appeared first on <a href="http://www.fokus-erfolg.de">Fokus-Erfolg</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_868" class="wp-caption aligncenter" style="width: 683px"><img class=" wp-image-868  " title="Martin Lohmann bei Günther Jauch (Bildschirmfoto)" alt="Martin Lohmann bei Günther Jauch (Bildschirmfoto)" src="http://www.fokus-erfolg.de/wp-content/uploads/2013/02/Bildschirmfoto-2013-02-04-um-20.45.42.png" width="673" height="476" /><p class="wp-caption-text">Martin Lohmann bei Günther Jauch (Bildschirmfoto)</p></div>
<p>Dies ist eine Geschichte über vergewaltigte Frauen, die katholische Kirche, Günther Jauch als windelweichen Talkmaster und einen katholischen Ayatollah im gewandten Gewande eines Journalisten. Und die Geschichte einer unnötig moralisch aufgeblähten Debatte.</p>
<p><span id="more-867"></span></p>
<p>Eine Frau wird vergewaltigt und fürchtet, schwanger zu werden. Eine Ärztin verschreibt ihr die „Pille danach“, schickt sie aber zu weiteren Untersuchungen und vor allem zur Dokumentation in ein Krankenhaus. Dort wird sie abgewiesen, wie in einer zweiten Klinik auch. Begründung (vereinfacht wiedergegeben): Die katholische Kirche sei gegen die „Pille danach“. Beide Kliniken sind unter katholischer Leitung. Es folgte ein Aufschrei und eine (auch öffentlich) mit aller Schärfe geführte Debatte, die am Sonntag mit einer illustren Talkrunde bei Günther Jauch in der ARD geadelt wurde.</p>
<p><a title="ARD Mediathek Günther Jauch vom 3.2.2013" href="http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/8109878_guenther-jauch/13287506_in-gottes-namen-wie-gnadenlos-ist-der-konzern">In der ARD-Mediathek lässt sich das ganze Spektakel übrigens nachsehen.</a></p>
<p>Und da saß er, Martin Lohmann, bestens in unserer Gegend bekannt als ehemaliger Chefredakteur der Rhein-Zeitung, für deren Mainzer Ableger ich lange geschrieben habe. Lohmann war immer schon ein ebenso eloquenter wie eiskalter Hardliner, der die publizistische Schärfe eines Inquisitors gekonnt, aber durchschaubar mit dem Lächeln des guten Hirten mildert.</p>
<p>Lohmann vertritt selbstverständlich die Linie der Kirche. Sobald es, um es mit meinen Worten zu sagen, in der Eizelle „Pling“ gemacht hat, gibt es schützenswertes Leben. Punkt aus. Und deswegen, so die Konsequenz, dürfe man einer Vergewaltigten keine „Pille danach“ geben, wenn es die Möglichkeit gibt, dass es schon „Pling“ gemacht hat. Nur wenn das sicher ausgeschlossen sei, dürfe es sein.</p>
<p>Ein Kuriosum am Rande: Im Einspieler bei „Günther Jauch“ behauptet ein Gynäkologe, das sei bewiesen, ein „Pling“ wissenschaftlich ausgeschlossen. Ein anderer Gynäkologe auf dem Stuhl im Studio dagegen vertritt die gegensätzliche Meinung. Ein Wissenschafts-Dilemma, mit dem eine schlampig recherchierende und vorbereitende Redaktion die Zuschauer alleine lässt. Nun ja.</p>
<h4>Lohmann leistet sich schier Unglaubliches bei Günther Jauch</h4>
<p>Und dann kommt‘s: Lohmann, der ohnehin in einer Freizügigkeit seine kruden Thesen verlächeln darf, dass es einem um Jauchs Blutdruck bange werden muss, so abwesend, geradezu apathisch wirkt er, Lohmann also sagt einen Satz, von dem ich nicht gedacht hätte, dass ihn jemand unwidersprochen sagen darf &#8211; nicht im öffentlich-rechtlichen Fernsehern, nicht bei einem der renommiertesten deutschen Talkmaster, eigentlich überhaupt nicht und nirgendwo.</p>
<p>Erst holt er Schwung und erntet lauten Protest aus dem Auditorium für den denkwürdigen Satz</p>
<blockquote><p>„Die Sache mit der Selbstentscheidung der Frau ist ja vielschichtig&#8221;.</p></blockquote>
<p>Auf den Protest reagiert er dünnhäutig, ein wenig verrutscht ihm die Maske. Wohl auch, weil Jauch zuvor die Blutgrätsche angesetzt hatte, als er Lohmann fragte, wie er es denn halten würde, wenn seine eigene Tochter vergewaltigt worden sei. Eine höchst unanständige Frage, wie ich finde. Sie zeigte tatsächlich Wirkung, wenn auch nur kurz.</p>
<p>Und dann sagt Martin Lohmann nach etwa 19 Minuten Sendezeit:</p>
<blockquote><p>„Jede Frau hat das Recht zu entscheiden, ob sie Mutter wird.“</p></blockquote>
<p>Keine Reaktion. Jauch sagt nichts, das Publikum reagiert nicht.</p>
<p>Lohmann darf ungebremst, unwidersprochen und ungestraft weiterreden, keiner fällt ihm in den Arm, weist ihn zurecht, distanziert sich oder spuckt vor ihm aus.</p>
<h4>Martin Lohmann ist der Publizist des Teufels.</h4>
<p>Lohmann behauptet also, dass eine Vergewaltigte entscheiden könne, ob sie schwanger werden wolle. Ob er wohl meint, dass sie gefälligst die Pille nehmen solle, wenn sie schon aufreizend umher rennt? Oder sich an die rituelle Energie der Aborigenees erinnern solle, deren Frauen mental verhüten können? Oder doch irgendwie anders? Niemand fragt nach.</p>
<p>Aus meinem Tweet am selben Abend <a title="Tweet von Guido Augustin" href="https://twitter.com/Guido_Augustin/status/298182492001804288" target="_blank">„Martin Lohmann ist der Publizist des Teufels“</a> entstand eine kurze Diskussion auf Twitter (!) mit dem Mainzer Domkapitular, <a title="Prälat Hilger auf Twitter" href="https://twitter.com/laudatedeum257" target="_blank">Prälat Dr. Peter Hilger</a>. Das finde ich übrigens prima, dass ein so hoher Würdenträger aktiv und zeitnah twittert &#8211; unter Nennung seines eigenen Namens, ungefiltert und ohne vielköpfige Pressestelle. Vielleicht kann Prälat Hilger, im Sakralen das, was im Säkularen der Minister eines Bundeslandes ist, uns ja erklären, was der <a title="Prälat Hilger über Martin Lohmann" href="https://twitter.com/laudatedeum257/status/298183675407908864" target="_blank">„Bekenner“</a>, wie er Lohmann verteidigt, damit gemeint haben könne. Ich lade Sie, Herr Prälat, gerne zur Diskussion hier ein &#8211; als Kommentator oder im Rahmen eines Gastbeitrags!</p>
<p>Ich denke bei diesem Satz Lohmanns auch an die vielen Frauen und Paare, die sich lieben, das Sakrament der Ehe hochhalten und deren Kinderwunsch unerfüllt bleibt, weil es eben mit unserer Fruchtbarkeit ob des zivilisatorischen Niedergangs und der späteren Versuche, Nachwuchs zu zeugen, immer mehr gibt, die sich Reproduktionsmedizinern (schreckliches Wort, aber so heißt es nun mal), anvertrauen &#8211; ja anvertrauen müssen, um Kinder zu bekommen. Und sie mitunter zu guten Christenmenschen zu erziehen versuchen. Sie können sich entscheiden, Mutter zu sein, aber es hilft ihnen nichts. Lohmanns Satz ist auch ein Schlag ins Gesicht dieser Verzweifelten.</p>
<p>Die Diskussion schwappt weiter vor sich hin und wir erfahren, dass kirchliche Einrichtungen wie Kliniken, Kindergärten oder Schulen vom Staat bezahlt werden, zu extra hohen Prozentsätzen, viele zu 100 Prozent. Ein Beispiel aus einem Kindergarten, deren Leiterin wegen Scheidung gekündigt wurde, zeigt, wie es gehen kann: Der Protest der Eltern führte dazu, dass der vormals katholische Kindergarten nun ein evangelischer Kindergarten wurde.</p>
<h4>Ich akzeptiere die Haltung der Kirche</h4>
<p>Und jetzt fange ich mir Ärger ein: Ich akzeptiere die Haltung der Kirche. Die Sache mit dem „Pling“ ist glasklar formuliert und wenn die Kirche hier eine klare Linie zieht, soll sie das tun. Ich sage nicht, dass ich die Meinung der katholischen Kirche teile. Im Gegenteil. Aber: Wir fordern, dass sich Vergewaltigte entscheiden können, wie sie mit einem möglichen „Pling“ umgehen wollen. Wir fordern das Recht auf die Pille danach. Gut so.</p>
<p>Doch das bedeutet im Umkehrschluss für mich auch, dass die katholische Kirche für sich entscheiden darf, welche Position sie dazu einnimmt. Und die „Sache mit dem Pling“ ist da in meinen Augen glasklar bestimmt.</p>
<h4>Und jetzt ist der Staat gefragt</h4>
<p>Noch da, lieber Leser? Dann bitte mitdenken: Die Frau darf für sich entscheiden und die Kirche auch. Und jetzt ist der Staat dran.</p>
<p>Denn der Staat, formaler Vertreter der Gesellschaft, klar definiert in einer überaus bewährten Demokratie, unser Staat hat die Aufgabe, Rahmenbedingungen zu schaffen. Der Staat (in Bund, Land, Kommune) hat beispielsweise entschieden, dass wir keine zugeparkten Bürgersteige möchten, weil Kinderwägen und Rollstühle dann nicht mehr vorbei kommen. Wenn nun also ein notorischer Guerilla-Parker die Auffassung vertritt, es sei sein gutes Recht, auf Bürgersteigen zu parken, kann er dies tun. Doch der Staat wird das sanktionieren, ihm Strafzettel schreiben, im Wiederholungsfall dicke Strafzettel oder irgendwann auch ein Fahrverbot. Sollte der Staat in letzter Konsequenz zu der überprüften Auffassung gelangen, dass dieser Mensch eine Gefahr für die Gesellschaft darstellt, wird er ihn aus dem Verkehr ziehen.</p>
<p>Der Beispiele ließen sich viele anführen, das Prinzip ist doch klar, oder? Die Gedanken sind frei, niemand darf hier einem anderen Vorschriften machen. Das sagte auch Prälat Hilger auf Twitter, als er schrieb:</p>
<blockquote><p>„Niemand kann und darf zur Erkenntnis der Wahrheit gezwungen werden.“</p></blockquote>
<p>Doch es gibt eine übergeordnete weltliche Instanz, die die Rahmenbedingungen vorgibt. Unsere Gesellschaft in ihrer Gesamtheit entscheidet, wie wir leben wollen. Was wir wollen, was wir tolerieren, was noch akzeptieren &#8211; und was eben nicht.</p>
<p>Bei der Findung dieser Rahmenbedingungen spielen die Kirchen eine wichtige Rolle, sind sie doch ein bedeutender Teil unserer Gesellschaft. Ich schätze die Kirchen als Bewahrer, als Hüter der Tugend, als Seelsorger. Es gibt ja viel zu schimpfen über die Institutionen des Kreuzes, doch wer einmal einen wahren Seelsorger, einen wahrlich guten Menschen und Hirten, kennen lernen durfte, der weiß, dass das nicht alles ist, dass Kirche auch für viele ganz wunderbare Werte steht. Wer so einen kennen lernen möchte, soll mal sonntags in Mainz-Gonsenheim nach St. Stephan gehen.</p>
<p>Und dennoch: Die geschichtliche Erfahrung vor und nach der Reformation hat deutlich gemacht, dass es nicht gut ist, die Kirche alleine entscheiden zu lassen, was für uns, ihre Schäfchen, gut ist und was nicht. Wer hierfür einen tagesaktuellen Beleg braucht, sollte sich einfach noch mal Martin Lohmann bei Günther Jauch ansehen.</p>
<h4>Was heißt das für die Debatte um die Pille danach?</h4>
<p>Ich finde, die Frage darf sich nicht darum drehen, ob die katholische Kirche Recht oder Unrecht hat, ob alte Männer, die systembedingt von Sexualität und Fortpflanzung keine rechte Ahnung haben (sollten), überhaupt mitreden dürfen, wann ein „Pling“ wirklich ein „Pling“ ist, ob geschiedene Frauen in einer neuen Beziehung gute Kindergärtnerinnen sein können oder  Frauen fremden Glaubens deren Dreck wegwischen dürfen.</p>
<p>Die entscheidende Frage entsteht erst danach: Wie gehen wir als Gesellschaft damit um, wenn die katholische Kirche diese Position(en) einnimmt? Wie reagieren wir, wenn die Kirche diese Positionen konsequent vertritt &#8211; was ihr gutes Recht ist? Und was bedeutet es für uns als Gesellschaft, unsere Werte, unsere Ziele?</p>
<p>Ich möchte an dieser Stelle noch einmal Prälat Hilger zitieren, <a title="Prälat Hilger auf Twitter" href="https://twitter.com/laudatedeum257/status/298200229113634818" target="_blank">der auf Twitter schreibt</a>:</p>
<blockquote><p>Zum Schweigen wird niemand gebracht, nur zur Einsicht, dass er nicht zur vollen Gemeinschaft mit der katholischen Kirche gehört.</p></blockquote>
<p>Das ist genau, was ich meine &#8211; denn es gilt auch der Umkehrschluss: Die Gesellschaft muss sich fragen, ob die katholische Kirche in allen Aspekten zu unserer Gemeinschaft gehören kann. Und das meine ich tatsächlich vorurteilsfrei. Ist wie bei einer Beziehung: beide müssen das wollen, sonst ist es eine Vergewaltigung. Aber das hatte wir ja schon in anderem Zusammenhang.</p>
<p>Wenn wir ab dieser Marke diskutieren, haben wir viel Ballast abgeworfen. Die Debatten sind viel Moralin losgeworden und Frauenrechtlerinnen müssen sich nicht mehr in Geistlichen verbeißen. Wir sollten darüber reden, was wir wollen.</p>
<p>Noch ein Beispiel: Wir wollen nicht, dass Menschen, die anderen Menschen wehgetan haben, auf uns aufpassen. Deswegen dürfen Verbrecher bei uns nicht Polizist werden.</p>
<p>Ganz einfach, wenn wir erst einmal wissen, was wir wollen.</p>
<p>Wenn wir wissen, was wir wollen, ergeben sich viele Antworten von alleine. Wenn wir, um im Beispiel der Talkshow von Günther Jauch zu bleiben, wollen, dass vergewaltigte Frauen nach einem solchen Verbrechen mit einer „Pille danach“ ausgestattet werden, um eine mögliche Schwangerschaft auszuschließen, dann müssen wir die Handelnden unseres Gesundheitssystems darauf verpflichten, diesen Frauen zu helfen. Handelnde, die das nicht wollen, können dann nicht mehr an diesem Gesundheitssystem teilhaben &#8211; zumindest nicht am staatlich finanzierten.</p>
<p>Wenn wir wollen, dass Pädagoginnen auch nach einer Scheidung weiter sorglos unsere Kinder unterrichten dürfen, wenn wir wollen, dass Schwule und Lesben ihre sexuelle Ausrichtung nicht vor ihrem Arbeitgeber verbergen müssen, um ihre Existenz nicht aus Spiel zu setzen, dann müssen wir als Gesellschaft und für uns der Staat den Verantwortlichen das sagen.</p>
<p>Und zwar klipp und klar als conditio sine qua non &#8211; so oder gar nicht. Das sollte uns unsere Gesellschaft wert sein.</p>
<p>The post <a href="http://www.fokus-erfolg.de/gunther-jauch-und-der-publizist-des-teufels/">Günther Jauch und der Publizist des Teufels</a> appeared first on <a href="http://www.fokus-erfolg.de">Fokus-Erfolg</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Marktforschung für kleines Budget</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Jan 2013 19:51:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Guido</dc:creator>
				<category><![CDATA[Digitale Welt]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wer ist die höchste Instanz in allen Marketing-Fragen? Der Chef? Der Marketing-Leiter? Nein, es ist der Kunde. Da wäre es doch schlau, ihm zuzuhören, oder? Das nennt sich Marktforschung. Marktforschung? Zu teuer, zu aufwändig, zu langsam, zu verkopft, nur etwas &#8230; <a href="http://www.fokus-erfolg.de/marktforschung-fur-kleines-budget/">Weiterlesen &#8594;</a></p><p>The post <a href="http://www.fokus-erfolg.de/marktforschung-fur-kleines-budget/">Marktforschung für kleines Budget</a> appeared first on <a href="http://www.fokus-erfolg.de">Fokus-Erfolg</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.immer-freitags.de/1-2-marketing-kunden-einfach-zuhoren/"><img class="alignleft size-full wp-image-857" alt="Dirk Engel, Marktforschung" src="http://www.fokus-erfolg.de/wp-content/uploads/2013/01/5b1c7db63.625804217.jpg" width="140" height="185" /></a>Wer ist die höchste Instanz in allen Marketing-Fragen? Der Chef? Der Marketing-Leiter? Nein, es ist der Kunde. Da wäre es doch schlau, ihm zuzuhören, oder? Das nennt sich Marktforschung. Marktforschung? Zu teuer, zu aufwändig, zu langsam, zu verkopft, nur etwas für die Großen. Stimmt nicht. Denn Kunden und Konsumenten bei allen wichtigen Entscheidungen Gehör verschaffen ist keine Frage des Budgets oder der Unternehmensgröße. Marktforschung ist tatsächlich notwendig für jedes Unternehmen, egal ob Freiberufler oder multinationaler Konzern. Marktforschung ist eine Einstellung. Und Marktforschung kann Spaß machen.</p>
<blockquote><p>Wie Marktforschung Spaß machen kann, zeigt unser Gastautor Dirk Engel in einem <a title="Marktforschung Webinar bei immer-freitags.de" href="http://www.immer-freitags.de/1-2-marketing-kunden-einfach-zuhoren/" target="_blank">Webinar bei immer-freitags.de</a> am 1. Februar um 10 Uhr!</p></blockquote>
<p><span id="more-850"></span><br />
<a href="http://www.immer-freitags.de/1-2-marketing-kunden-einfach-zuhoren/"><img class="alignright" alt="immer-freitags.de Webinar zur Marktforschung mit Dirk Engel" src="http://www.immer-freitags.de/wp-content/uploads/2012/08/130201_artikelbild_2-276x166.png" width="276" height="166" /></a>Auch mit einfachen Methoden und schmalen Budgets ist Marktforschung möglich. Das Zauberwort heißt „<b>Quick &amp; Relevant Research</b>“, eine Methode, um für jede Marketing-Entscheidung rechtzeitig und kosteneffizient relevante Informationen zu erheben. Dadurch werden Entscheidungen besser und haben den Kunden immer im Blick.</p>
<h2>Quick &amp; Dirty muss nicht sein</h2>
<p>Viele Marktforscher scheuen sich vor kleinen, pragmatischen Studien, weil Zunftkollegen sie als „Quick &amp; Dirty“ bezeichnen könnten. Aber Studien, die auf einfache und schnelle Art und Weise Ergebnisse liefern, müssen nicht zwangsläufig „Dirty“ sein. Wenn man die folgenden Grundätze beachtet, vermeidet man methodische Unsauberkeiten oder andere Fehler:</p>
<ol>
<li>Denken Sie problemorientiert, nicht projektorientiert</li>
<li>Involvieren Sie die tatsächlichen Entscheider, nicht nur die Informations-Sammler (Forscher)</li>
<li>Nutzen Sie einfache Untersuchungsansätze, die bei der Entscheidungsfindung helfen</li>
<li>Verbinden Sie die Vorteile von qualitativer und quantitativer Forschung – ohne auf zu hohe methodische Standards zu pochen</li>
<li>Verbinden Sie Ihre Ad-hoc-Forschung mit repräsentativen Datenquellen</li>
<li>Achten Sie auf Kosten und Timing</li>
<li>Schaffen Sie eine flexible, aber partnerschaftliche Zusammenarbeit von Forscher und Entscheider</li>
</ol>
<p>Eines müssen wir uns angewöhnen: Immer, wenn wir mit unseren Kunden reden, müssen wir auch Fragen stellen. Und zwar die richtigen Fragen: Warum kauft er unser Produkt oder warum nicht? Mit der Warum-Frage, wenn wir sie konsequent anwenden und uns nicht mit oberflächlichen Antworten zufrieden geben, können wir die Motive und Wertvorstellungen der Konsumenten freilegen. In der Interview-Technik nennen wir das „<b>Laddering</b>“.</p>
<p>Marktforschung ist in erster Linie eine <b>Geisteshaltung</b>: Stellen Sie den Konsumenten im Mittelpunkt, hören Sie ihm zu und versuchen Sie, ihn noch besser zu verstehen. So trägt Marktforschung aktiv zu Ihrem Geschäftserfolg bei.</p>
<p><em>Gastbeitrag von <a title="Zu Dirk Engel" href="http://kunden-wissen.de/" target="_blank">Dirk Engel</a></em></p>
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		<title>Falschmeldung: Merkel kauft Facebook-Fans</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Jan 2013 18:59:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Guido</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltags-Wahn]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[falschmeldung]]></category>
		<category><![CDATA[fans kaufen]]></category>
		<category><![CDATA[Merkel]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Junge Junge, liebe Redaktion von Onlinemarketing.de, da habt Ihr Euch aber ein Ei ins eigene Nest gelegt mit der Meldung &#8220;Merkel kauft Facebook Fans&#8220;. Da schaut ihr auf das wunderbare Analyse-Tool Social Bench und seht, dass die aktuell aktivste Landsmannschaft &#8230; <a href="http://www.fokus-erfolg.de/falschmeldung-merkel-kauft-facebook-fans/">Weiterlesen &#8594;</a></p><p>The post <a href="http://www.fokus-erfolg.de/falschmeldung-merkel-kauft-facebook-fans/">Falschmeldung: Merkel kauft Facebook-Fans</a> appeared first on <a href="http://www.fokus-erfolg.de">Fokus-Erfolg</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><img class="wp-image-837 aligncenter" alt="Falschmeldung Merkel kauft Facebook Fans" src="http://www.fokus-erfolg.de/wp-content/uploads/2013/01/Bildschirmfoto-2013-01-22-um-19.51.15.png" width="450" height="399" />Junge Junge, liebe Redaktion von Onlinemarketing.de, da habt Ihr Euch aber ein Ei ins eigene Nest gelegt mit der Meldung &#8220;<a title="Falschmeldung auf Onlinemarketing.de" href="http://onlinemarketing.de/news/merkel-kauft-facebook-fans" target="_blank">Merkel kauft Facebook Fans</a>&#8220;. Da schaut ihr auf das wunderbare Analyse-Tool Social Bench und seht, dass die aktuell aktivste Landsmannschaft auf Merkels Facebook-Seite die tunesische ist. Und daraus schließt ihr mal eben, dass Merkel Likes gekauft habe. Eine Sensation &#8211; und Ihr habt sie aufgedeckt!</p>
<p><span id="more-833"></span></p>
<p>Mal abgesehen davon, dass das an Blödheit nicht zu überbieten wäre: Hättet Ihr auf Euren eigenen Social Bench-Screenshot geschaut, ich meine etwas genauer, hättet Ihr gesehen, dass von den über 220.000 Fans, die die Bundeskanzlerin auf Facebook hat, zu diesem Zeitpunkt 2.750 aus Tunesien kamen.</p>
<p>Es gibt die Möglichkeit, Fans zu kaufen, auch wenn ich es für völligen Blödsinn halte, weil es nur eine wertlose Aussage zum Schwanzvergleich ist. Aber bitteschön, wer mit einr Fanzahl größer 200.000 kauft 2.750 Fans?</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-838" alt="Quintly-Länderverteilung" src="http://www.fokus-erfolg.de/wp-content/uploads/2013/01/Bildschirmfoto-2013-01-22-um-19.53.53.png" width="256" height="338" />Wäre besser gewesen, Ihr hättet Euer Oberstübchen angeschaltet, bevor Ihr so einen offensichtlichen Unsinn schreibt. Und kaum veröffentlicht, musstet Ihr einräumen, dass es sich bei den angeblich gekauften tunesischen Fans um Handball-Fans handeln muss, einem der Gegner der deutschen Handball-Nationalmannschaft.</p>
<blockquote><p><strong>Update 22.01. / 19.15 Uhr:</strong></p>
<p>Vielen Dank an Stefan Hennewig, Simon und Herribert King für die Infos, wie zustande gekommen ist, dass Merkel momentan so beliebt bei den Tunesier ist. Hängt mit dem Handballspiel Deutschland – Tunesien zusammen, welches Tunesien für sich entscheiden konnte. Anscheinend nahmen dies viele tunesiche Fans zum Anlass, ihren Sieg auf der Pinnwand von Frau Merkel zu posten.</p></blockquote>
<p>Na da wünsche ich doch viel Spaß bei der Lektüre der Post aus dem Bundeskanzleramt …</p>
<p>P.S.: Wenn das der Versuch war, kostenlos PR zu bekommen, bitte schön. Hoffentlich habt Ihr die Anwaltskosten eingepreist.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>BER – Desaster wäre vermeidbar gewesen &#8211; Interview mit „Bauretterin“ Manuela Reibold-Rolinger</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Jan 2013 11:15:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Guido</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltags-Wahn]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>BER &#8211; Das Desaster hat einen Namen. Der Bürger steht staunend vor einer Baustelle, die unersättlich Milliarden frisst. Ich habe Manuela Reibold-Rolinger, Bau-Fachanwältin und bei RTL2 als „Die Bauretter“ unterwegs, gefragt, was da los ist. Liebe Manuela Reibold-Rolinger, der Bürger &#8230; <a href="http://www.fokus-erfolg.de/ber-desaster-interview-mit-bauretterin-manuela-reibold-rolinger/">Weiterlesen &#8594;</a></p><p>The post <a href="http://www.fokus-erfolg.de/ber-desaster-interview-mit-bauretterin-manuela-reibold-rolinger/">BER – Desaster wäre vermeidbar gewesen &#8211; Interview mit „Bauretterin“ Manuela Reibold-Rolinger</a> appeared first on <a href="http://www.fokus-erfolg.de">Fokus-Erfolg</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>BER &#8211; Das Desaster hat einen Namen. Der Bürger steht staunend vor einer Baustelle, die unersättlich Milliarden frisst. Ich habe <a title="Manuela Reibold-Rolinger auf Facebook" href="https://www.facebook.com/pages/Manuela-Reibold-Rolinger/305656819530786?fref=ts" target="_blank">Manuela Reibold-Rolinger, Bau-Fachanwältin</a> und bei RTL2 als <a title="Manuela Reibold-Rolinger, Bauretterin auf RTL2" href="http://www.fokus-erfolg.de/live-strong-lance-armstrong/" target="_blank">„Die Bauretter“</a> unterwegs, gefragt, was da los ist. <span id="more-788"></span></p>
<blockquote><p><img class="alignleft size-medium wp-image-802" alt="Manuela Reibold-Rolinger, Bauretterin, im Interview zu BER" src="http://www.fokus-erfolg.de/wp-content/uploads/2013/01/manureiro-210x300.jpg" width="210" height="300" />Liebe Manuela Reibold-Rolinger, der Bürger staunt nur noch über das schier unendliche Missmanagement beim Flughafen BER. Was ist da grundsätzlich schief gelaufen?</p></blockquote>
<p>Es gilt das alte Sprichwort: Viele Köche verderben den Brei. Und wenn dann noch die Kompetenzen und die Kontrolle fehlen, wird das Ganze ungenießbar.</p>
<p>So etwa kann man sich das auf der Großbaustelle BER vorstellen. Ein Großprojekt  gehört in die richtigen Hände. Es gibt zahlreiche Planer, die solche Projekte stemmen können, denn es werden weltweit viele Großprojekte erfolgreich abgeschlossen.</p>
<blockquote><p>Von denen war hier aber augenscheinlich keiner am Werk?</p></blockquote>
<p>Ich hatte Gelegenheit, mit einigen Anwaltskollegen zu sprechen, die nun die in die Krise geratene Großbaustelle juristisch betreuen &#8211; und ganz ehrlich, deren Ausblick war wirklich nicht positiv. Von eklatanten Planungsfehlern, schlechter Koordination, fehlender Kontrollmechanismen und erforderlichem Rückbau ist da die Rede. Ein Kollege sprach davon, dass die Eröffnung wohl nicht vor 2015 sein werde, wenn überhaupt …</p>
<blockquote><p>Ein Beispiel bitte …</p></blockquote>
<p><img class="size-full wp-image-807 alignright" alt="Die Bauretter auf RTL2 mit Manuela Reibold-Rolinger" src="http://www.fokus-erfolg.de/wp-content/uploads/2013/01/5-die-bauretter-logo.png" width="180" height="140" />Nun, der Abzug von Rauch im Brandfalle war ursprünglich mit senkrecht aus dem Gebäude ragenden Abzügen geplant. Dann kam ein neuer Planer, dem diese Lösung architektonisch nicht gefiel. Die Abzüge wurden umgebaut und nun waagerecht aus dem Gebäude geführt. Um im Brandfall den Rauch aus dem Gebäude zu führen, braucht es dann starke Turbinen. Vor dem ersten Probelauf  der Turbinen, aber erst nach Einbau, wurde die Abzugsstärke von einem Ingenieurbüro überprüft. Ergebnis: Die eingebauten Turbinen entwickeln einen solchen Zug, dass beim Einschalten alle Fensterscheiben von außen nach innen zerbersten würden! Ich habe mich dann gefragt, was mit den Passagieren passiert wäre, aber das wurde wohl nicht berechnet … Die Turbinen wurden wieder ausgebaut und nun wird der Abzug wohl wieder senkrecht geführt werden.</p>
<blockquote><p>Wie ist so etwas möglich?</p></blockquote>
<p>Wir haben es bei dem BER wohl mit einem politischen und auch planerischen Supergau zu tun. Doch dieses Beispiel zeigt auch auf, dass ein Bauprojekt, sei es groß oder klein, von Fachleuten geplant, ausgeführt und überwacht werden muss.</p>
<p>Auf fast jeder Baustelle, und vor allem Großbaustelle, kommt es während der Bauzeit zu Mehrkosten und Nachträgen. Bei dem BER ist aber wohl schon zu viel zu geringen Preisen im Vergabeverfahren angeboten worden – das war wohl politisch gewollt, um die Genehmigung zu erhalten. Anfangs war von 600 Millionen Gesamtkosten die Rede. Mittlerweile sind es mehr als 1,2 Milliarden und die Kosten steigen täglich!</p>
<blockquote><p>Also eine ganze Serie von klassischen Fehlern …</p></blockquote>
<p>Ja. Das Desaster lässt sich zusammenfassend folgendermaßen analysieren:</p>
<ol>
<li>Die beteiligten Unternehmen haben zu billig angeboten. Die Kostenmehrung wurde durch Nachträge verursacht, die schon sehr früh zu Baueinstellungen und Krisen auf der Baustelle führten. Das Management der Flughafengesellschaft hat bereits sehr früh versagt. Die ersten Krisen wurden klein geredet und nicht abgehandelt. Firmen wurden ausgetauscht, dadurch haben sich die Kosten weiter erhöht, denn wenn die neue Baufirma auf einem begonnenen Gewerk aufbaut, wird es für den Bauherrn immer teurer.</li>
<li>Hinzu kam die mangelhafte Planung, sodass auch sehr früh die ersten Planer ausgetauscht wurden. Auch das verteuert die Sache und verzögert den Bauablauf.</li>
<li>Eine unabhängige und lückenlose Bauüberwachung fehlte vollkommen.</li>
<li>Auf Seiten der Bauherrin fehlte von Anfang an jedes Kosten- und Verantwortungsbewusstsein. Ebenso lückenhaft war die Vertragsvorbereitung und das Vertragsmanagement der Bauherren.</li>
</ol>
<p>Es haben also alle Fehler gemacht: Die Bauherren, die Planer, die Bauleitung und die Baufirmen.</p>
<h5>Eine Festpreisvereinbarung &#8211; das wäre es gewesen!</h5>
<p><iframe src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/Z5qmOC9kqS4" height="360" width="640" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe></p>
<blockquote><p>Jetzt ist das Kind ja tief im Brunnen. Dennoch: Was wären die entscheidenden Schritte gewesen, um das zu verhindern?</p></blockquote>
<p>Das Zauberwort heißt Kontrolle. Konkret:</p>
<ul>
<li>Kontrolle schon in der Phase vor Vertragsschluss.</li>
<li>Kontrolle der Planer.</li>
<li>Kontrolle vor Vergabe und</li>
<li>Kontrolle während der Bauphase.</li>
</ul>
<p>Eine unabhängige Kontrollkommission oder ein Kontrollrat hätte von unabhängigen Fachleuten, die sich mit Großbaustellen auskennen, von Anfang an eingesetzt werden müssen. Die erste Kontrolle hätte bereits in der Ausschreibungsphase gezeigt, dass die Angebote unvollständig waren und Nachträge geradezu vorprogrammiert waren.</p>
<p>Wenn es dann zu Nachträgen kommt, müssen ein Nachtragsmanagement und regelmäßige Berichte vom Bautenstand die Probleme früh abarbeiten, damit sich diese nicht unkontrolliert fortsetzen.</p>
<p>Es ist zwischenzeitlich bewiesen, dass der Aufsichtsrat, trotz Kenntnis der ersten Krise, nicht reagiert hat. Das ist im übrigen typisch: Wenn es nicht läuft auf der Baustelle, verfallen die Entscheidungsträger/Bauherren in der Regel in eine Starre, die ohne Hilfe von außen nicht gelöst werden kann.</p>
<blockquote><p>Gilt das nur für Großbaustellen?</p></blockquote>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-808" alt="Manuela Reibold-Rolinger zu BER" src="http://www.fokus-erfolg.de/wp-content/uploads/2013/01/manureiro2.jpg" width="150" height="160" />Nein! Diese Probleme treten auch bei den Häuslebauern auf, die sich um die Planung, Beratung und Kontrolle des Bauvorhabens keine Gedanken machen.</p>
<p>Leider wird von den wenigsten Bauherren erkannt, dass die Kosten, die für eine juristisch und bautechnische Beratung vor und während der Bauphase gut investiert sind, um teure Baukrisen und Bauprozesse zu vermeiden.</p>
<p>Nochmal: Vor Baubeginn in gute Beratung und Planung zu investieren, schafft Sicherheit und spart letztendlich enorme Kosten.</p>
<p>BER zeigt einmal mehr: Bauen ohne Eigenverantwortung der Bauherren für die Sache, gewissenhafte Vorbereitung, klare Definition des Vertragsgegenstandes und lückenlose Kontrolle funktioniert einfach nicht!</p>
<blockquote><p>Vielen Dank für dieses Gespräch.</p></blockquote>
<p><a title="Manuela Reibold-Rolinger auf Facebook" href="https://www.facebook.com/pages/Manuela-Reibold-Rolinger/305656819530786?fref=ts" target="_blank">Manuela Reibold-Rolinger</a> ist Bauanwältin. <a title="Zu Bauglück, der Firma der Bauretterin Manuela Reibold-Rolinger" href="http://www.bauglueck.de/" target="_blank">Mit Ihrer Firma Bauglück</a> berät sie Bauherren VOR Baubeginn, damit Fehler möglichst früh verhindert werden können. Für die <a title="Die Bauretter RTL 2 mit Manuela Reibold-Rolinger" href="http://www.rtl2.de/84625.html" target="_blank">RTL2-Sendung &#8220;Die Bauretter&#8221;</a> hilft sie mit ihrem Team Bauherren aus der Patsche.</p>
<p>Das Gespräch führte Guido Augustin.</p>
<p>The post <a href="http://www.fokus-erfolg.de/ber-desaster-interview-mit-bauretterin-manuela-reibold-rolinger/">BER – Desaster wäre vermeidbar gewesen &#8211; Interview mit „Bauretterin“ Manuela Reibold-Rolinger</a> appeared first on <a href="http://www.fokus-erfolg.de">Fokus-Erfolg</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Lance Armstrong Live Strong!</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Jan 2013 13:03:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Guido</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Lance Armstrong hat gedopt. Gähn. Im Radsport wurde/wird massiv manipuliert und es war (ist?) nicht möglich, die Tour sauber zu gewinnen. Echt jetzt? Lance Armstrong ist ein Held. Wie bitte? Ja, ein Held. Das große Enthüllungs-Interview mit der US-TV-Queen, einmal &#8230; <a href="http://www.fokus-erfolg.de/live-strong-lance-armstrong/">Weiterlesen &#8594;</a></p><p>The post <a href="http://www.fokus-erfolg.de/live-strong-lance-armstrong/">Lance Armstrong Live Strong!</a> appeared first on <a href="http://www.fokus-erfolg.de">Fokus-Erfolg</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><img class="aligncenter  wp-image-774" title="Lance Armstrong ist ein Held - trotz Doping" alt="Lance Armstrong ist ein Held - trotz Doping" src="http://www.fokus-erfolg.de/wp-content/uploads/2013/01/lance.jpg" width="780" height="330" />Lance Armstrong hat gedopt. Gähn. Im Radsport wurde/wird massiv manipuliert und es war (ist?) nicht möglich, die Tour sauber zu gewinnen. Echt jetzt? Lance Armstrong ist ein Held. Wie bitte? Ja, ein Held. <span id="more-773"></span>Das große Enthüllungs-Interview mit der US-TV-Queen, einmal mehr hyperprofessionell vorbereitet und lanciert (ob das Wort ihm zu Ehren erfunden wurde?), war inhaltlich dünn. Die obersten Radsport-Bosse geschützt (keiner wusste was), die Mannschaftskollegen geschützt (jeder konnte machen was er wollte), das Peloton geschützt (Chancengleichheit) und öffentlich Schuld eingestanden. Where‘s the beef?</p>
<p>Jetzt läuft die Medienmaschine wieder auf Hochtouren: Auf Hosianna folgt kreuziget ihn und das mit Volldampf. Doping ist böse, also ist Lance des Teufels. Wie schön, dass es immer so einfach ist. Das macht das Leben ja auch irgendwie erträglicher, nicht?</p>
<p><img class="size-medium wp-image-775 alignleft" title="Lance Armstrong ist ein Held - trotz Doping" alt="Lance Armstrong ist ein Held - trotz Doping" src="http://www.fokus-erfolg.de/wp-content/uploads/2013/01/livestrong-300x187.png" width="300" height="187" />Lance hatte Hodenkrebs, war irgendwie für alle schon so gut wie tot. Doch Lance hat überlebt, als kein Arzt mehr eine Ventilkappe auf ihn gewettet hätte. Lance hat gegen alle Winde gekämpft und kam als Erster ganz oben an. <a title="Kugelkopf: lance Armstrong" href="http://www.fokus-erfolg.de/kugelkopf-lieber-lance-armstrong/" target="_blank">Er war einfach der Beste in allem, was er angepackt hat.</a> Mit seiner Stiftung Livestrong hat er viele Millionen im Kampf gegen den Krebs anderer gesammelt. Jetzt muss er Medaillen abgeben und bekommt Titel gestrichen. So what?</p>
<p>Wir haben ihn gehasst, wenn er <a title="Jan Ulrich, dummer Junge" href="http://www.fokus-erfolg.de/jan-ullrich-du-dummer-junge/" target="_blank">Ulle, der zu blöd war, so gut zu dopen wie Lance</a>, in Grund und Boden gefahren hat &#8211; immer und immer wieder. Und wir haben ihn (manchmal heimlich) bewundert für diese Perfektion, die demonstrativ nach außen getragene Stärke und Überlegenheit, die Arroganz des Siegers, des Besten.</p>
<p>Und wie er diese Bewunderung verdient hat.</p>
<p>Ich bin sehr gespannt, wo Lance Armstrong in 5 oder 10 Jahren stehen wird. Oder besser: Ich bin gespannt, auf welchem Podest Lance Armstrong stehen wird. Die Amerikaner haben nicht dieses defätistische Verhältnis zu ihren Stars, das uns aufgeklärte Hochkopfeuropäer unsere Besten beim ersten Straucheln zerfleischen lässt. In den USA dürfen gefallene Engel wieder aufstehen und sich neu erheben.</p>
<p>Auf Wiedersehen, Lance, Held!</p>
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		<title>Die große „keine Zeit“-Lüge</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Jan 2013 09:19:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Guido</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltags-Wahn]]></category>
		<category><![CDATA[beratung]]></category>
		<category><![CDATA[lüge]]></category>
		<category><![CDATA[management]]></category>
		<category><![CDATA[priorität]]></category>
		<category><![CDATA[zeit]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wie oft hören wir „Ich habe leider keine Zeit“. Oder wir sagen es selbst, so oder so ähnlich. Ich sage: Es ist jedes Mal glatt gelogen. Denn wir alle haben Zeit. Wer sich die Krümmung von Raum und Zeit basierend &#8230; <a href="http://www.fokus-erfolg.de/zeit/">Weiterlesen &#8594;</a></p><p>The post <a href="http://www.fokus-erfolg.de/zeit/">Die große „keine Zeit“-Lüge</a> appeared first on <a href="http://www.fokus-erfolg.de">Fokus-Erfolg</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wie oft hören wir „Ich habe leider keine Zeit“. Oder wir sagen es selbst, so oder so ähnlich. Ich sage: Es ist jedes Mal glatt gelogen. Denn wir alle haben Zeit. Wer sich die Krümmung von Raum und Zeit basierend auf den Kenntnissen der Teilchenphysik nicht vorstellen kann würde ergänzen: Wir haben sogar alle genau gleich viel Zeit.<img class="aligncenter size-large wp-image-763" alt="618918_original_R_by_Andreas Dengs, www.photofreaks.ws_pixelio.de" src="http://www.fokus-erfolg.de/wp-content/uploads/2013/01/618918_original_R_by_Andreas-Dengs-www.photofreaks.ws_pixelio.de_-e1358454318758-1024x258.jpg" width="840" height="211" /><span id="more-762"></span>„Ich habe keine Zeit“ ist nicht ehrlich. Es ist nicht ehrlich uns selbst gegenüber &#8211; und nicht gegenüber demjenigen, dem wir das sagen, ja glauben, sagen zu müssen. Ehrlich und wahr wäre „Ich will nicht“ oder etwas ausführlicher „ich habe zwar Zeit, aber ich möchte sie für etwas Anderes verwenden, das mir wichtiger ist!“</p>
<p>Das klingt zunächst schrecklich, nicht wahr? Wer mag schon einem anderen vor den Kopf stoßen, ihm ins Gesicht sagen, dass er nicht wichtig genug ist, um diese oder jede Menge eigener Zeit für ihn zu investieren?</p>
<p>Ich habe die Erfahrung gemacht: Das tut in den meisten Fällen gar nicht so weh. Und immer dann, wenn ein kleiner Erklärsatz folgt, der die vermeintliche Härte des „Ich will nicht“ nimmt, schon gar nicht.</p>
<p>Denn es geht uns allen so.</p>
<p>Foto: Andreas Dengs, www.photofreaks.ws / pixelio.de</p>
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